Camerarius an Sylvius, 01.01.1564

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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 Briefdatum
Camerarius an Sylvius, 30.03.155630 März 1556 JL

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Werksigle OCEp 0879
Zitation Camerarius an Sylvius, 01.01.1564, bearbeitet von Manuel Huth und Maximilian Wolter (01.04.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0879
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1583
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 526-527
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Andreas Sylvius
Datum 1564/01/01
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum
Unscharfes Datum Beginn
Unscharfes Datum Ende
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort o.O.
Gedicht? nein
Incipit Ante annos sane multos epistolam abs te
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand unkorrigiert
Notizen
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MH; Benutzer:HIWI7
Gegengelesen von
Datumsstempel 1.04.2020
Werksigle OCEp 0879
Zitation Camerarius an Sylvius, 01.01.1564, bearbeitet von Manuel Huth und Maximilian Wolter (01.04.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0879
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1583
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 526-527
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Andreas Sylvius
Datum 1564/01/01
Datum gesichert? nein
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort o.O.
Gedicht? nein
Incipit Ante annos sane multos epistolam abs te
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Datumsstempel 1.04.2020


Regest

Vor vielen Jahren habe er ein astrologisches Buch von Sylvius bekommen, an dem er sich sehr gefreut habe. Er habe seiner Wertschätzung in einem Brief Asudruck verliehen, den er einem Händler mitgegeben habe, der behauptet habe, Sylvius zu kennen und nach Antwerpen unterwegs zu sein. Er habe seitdem keine Briefe von ihm bekommen, aber neulich sei sein Sohn Joachim aus Italien zurückgekehrt und habe berichtet, Sylvius stünde dort in der Gunst der Mächtigen und erinnere sich noch freudnschaftlich an Camerarius und habe auch dessen Sohn gut behandelt. Dafür fühle er sich nochmals zu Dank verpflichtet und wolle es ihm irgendwie zurückzahlen. Auch wenn seine Geschenke vielleicht weniger opulent wären, seien auch die kleineren Dinge manchmal angebracht, wie Platon schon gesagt habe (οὐδὲ γὰρ ἄνευ σμικρῶν τοὺς μεγάλους φασὶν λιθολόγοι λίθους εὖ κεῖσθαι, Nomoi 902e).

Sein Sohn habe ihm erzählt, dass in Sylvius‘ Bibliothek neben vielen anderen antiken Philosophen auch einiges von Proklos vorhanden sei. Den habe er schon immer für einen überaus gebildeten Mann und hervorragenden Vermittler von Philosophie gehalten. Leider seien alle bisherigen Ausgaben unvollständig und von Fehlern übersät, wie Sylvius nicht entgangen sein könnte. Der endlose Dank aller Literaten würde ihm gelten, wenn er im Unterschied zu den bisherigen Herausgebern nicht die anderen Editoren mit einer schnelleren Ausgabe übertrumpfen, sondern sie in der Qualität übertreffen wolle und somit eine bessere Proklos-Ausgabe mit der Welt teile. Er sei sich bewusst, dass dies vielleicht kein günstiger Zeitpunkt sei (auch er selbst habe vielzu tun), aber aufgrund seiner Liebe zu den Musen könne er nicht anders, als ihn darum zu bitten (οὐκ ἔστ’ ἐραστὴς ὅστις οὐκ ἀεὶ φιλεῖ, Euripides, Troiades 1050). Lebewohl.

(Maximilian Wolter)