Grynäus an Camerarius, 10.07.1534

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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 Briefdatum
Grynäus an Camerarius, nach dem 13.05.153113 Mai 1531 JL
Grynäus an Camerarius, 26.03.153126 März 1531 JL
 Briefdatum
Grynäus an Camerarius, 31.05.153531 Mai 1535 JL
Camerarius an Grynäus, 05.06.15355 Juni 1535 JL
Grynäus an Camerarius, 10./11.15361536 JL
Werksigle OCEp 0275
Zitation Grynäus an Camerarius, 10.07.1534, bearbeitet von Ulrich Schlegelmilch und Manuel Huth (07.12.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0275
Besitzende Institution München, BSB
Signatur, Blatt/Seite Clm 10357, Nr. 56
Ausreifungsgrad Original
Erstdruck in Camerarius, Epistolae Eobani, 1561
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck Bl. L2v-L3r
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Simon Grynäus
Empfänger Joachim Camerarius I.
Datum 1534/07/10
Datum gesichert? ja
Bemerkungen zum Datum
Unscharfes Datum Beginn
Unscharfes Datum Ende
Sprache Latein
Entstehungsort Basel
Zielort o.O.
Gedicht? nein
Incipit Fuere iucundissimae mihi tuae non solum quia rarae
Link zur Handschrift http://mdz-nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:12-bsb00103462-7
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register Briefe/Parallelüberlieferung; Briefe/Redaktionelle Überarbeitung
Handschrift gesehen
Bearbeitungsstand validiert
Notizen
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:US; Benutzer:MH
Gegengelesen von Benutzer:US
Datumsstempel 7.12.2019
Werksigle OCEp 0275
Zitation Grynäus an Camerarius, 10.07.1534, bearbeitet von Ulrich Schlegelmilch und Manuel Huth (07.12.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0275
Besitzende Institution München, BSB
Signatur, Blatt/Seite Clm 10357, Nr. 56
Ausreifungsgrad Original
Erstdruck in Camerarius, Epistolae Eobani, 1561
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck Bl. L2v-L3r
Fremdbrief? nein
Absender Simon Grynäus
Empfänger Joachim Camerarius I.
Datum 1534/07/10
Datum gesichert? ja
Sprache Latein
Entstehungsort Basel
Zielort o.O.
Gedicht? nein
Incipit Fuere iucundissimae mihi tuae non solum quia rarae
Link zur Handschrift http://mdz-nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:12-bsb00103462-7
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Register Briefe/Parallelüberlieferung; Briefe/Redaktionelle Überarbeitung
Datumsstempel 7.12.2019


Regest (basierend auf dem gedruckten Text)

Freude über einen der seltenen Briefe des Camerarius und die Tatsache, dass seine Werke Camerarius nicht missfielen.

Was Grynäus betreffe, so sei er zwar wissbegierig und werde es von Tag zu Tag mehr, aber er bezweifle, dass er jemals etwas wertvolles Literarisches schaffen könne, wenn er die Vorzüglichkeit und Vollkommenheit der Alten bedenke. Dennoch brenne in ihm der Eifer und er setze seine Bemühungen fort. Zu dieser Schwierigkeit komme allerdings noch hinzu, dass es unter den Gelehrten so gar keine Übereinstimmung gebe, denn die Meinungen gingen bei den großen und notwendigen Streitfragen auseinander. Gerade die Besten müssten diesem Übel abhelfen und sich diesem höchst wichtigen Bestreben widmen. Jetzt aber verbringe man unendlich viel Zeit mit kindischen Streitereien. Auch sei es ein großes Hindernis, dass die schönen Künste bisher weder Anerkennung fänden noch (angemessen) belohnt würden. Aber es gebe keinen Grund, warum sie nicht Tag und Nacht einträchtig wachen sollten, für das Wohl der Heimat und ihre Nachkommen.

Grynäus schreibe ihm dies, weil Camerarius eine entsprechende Stellung habe und mit (einflussreichen) Leuten bereits seit vielen Jahren befreundet sei, so dass er viel in dieser Angelegenheit bewirken könne. Bei der Liebe zum Vaterland bitte er Camerarius, wenn dieser irgendeine Möglichkeit sehe, dem Vaterland zu helfen, dass er dies seinen Freunden mitteile und so seinen Scharfsinn unter Beweis stelle.

Grynäus habe in einer bestimmten Sache an (Johannes) Schöner geschrieben. Camerarius möge Grynäus bei dieser Angelegenheit unterstützen.

Lebewohl.

(Manuel Huth)

Anmerkungen zur Parallelüberlieferung

Camerarius griff an mehreren Stellen in den Text ein. Er verbesserte den Text vor allem in sprachlicher und stilistischer Hinsicht, und veränderte Passagen, so dass sie unverfänglicher wirkten. Besonders relevante Eingriffe sind:

  • "dass es unter den Gelehrten so gar keine Übereinstimmung gebe": Im Manuskript: "dass es heutzutage unter den Gelehrten ..."
  • "denn die Meinungen gingen bei den großen und notwendigen Streitfragen auseinander": Im Manuskript: "Dies wird durch die Uneinigkeit der Kirche bewirkt."
  • "mit kindischen Streitereien": Im Manuskript: "mit kindischen Streitereien, anstatt dass diese (besten) Männer ihren herausragenden Verstand zum Nutzen der Heimat gebrauchten."