Grynäus an Camerarius, 31.05.1535

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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Werksigle OCEp 0276
Zitation Grynäus an Camerarius, 31.05.1535, bearbeitet von Ulrich Schlegelmilch und Manuel Huth (07.12.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0276
Besitzende Institution München, BSB
Signatur, Blatt/Seite Clm 10357, Nr. 32
Ausreifungsgrad Original
Erstdruck in Camerarius, Epistolae Eobani, 1561
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck Bl. L3r-L5r
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Simon Grynäus
Empfänger Joachim Camerarius I.
Datum 1535/05/31
Datum gesichert? ja
Bemerkungen zum Datum ultim. Maii
Unscharfes Datum Beginn
Unscharfes Datum Ende
Sprache Latein
Entstehungsort Tübingen
Zielort Nürnberg
Gedicht? nein
Incipit Quanquam ego propter summam apud me semper authoritatem tuam
Link zur Handschrift http://mdz-nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:12-bsb00103462-7
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register Biographisches (Stellenangebote und Berufungen); Briefe/Parallelüberlieferung; Briefe/Redaktionelle Überarbeitung
Handschrift gesehen
Bearbeitungsstand korrigiert
Notizen im Druck zunächst leichte, dann (L4r) starke sprachliche Veränderungen, aber nicht in den hs. Text korrigiert; Transkription bei US vorhanden

Abweichungen sind schon bei Heerwagen 1868, 23 f. notiert; Einzelnes dann wieder bei Schlegelmilch 2017, 293 f.

Was genau meint er mit der Nähe zur Heimat? den Bamberger Bischof oder ein politisches Ereignis?

US 6.12.19: Im Regestfeld fehlt noch ein Hinweis auf die Redaktion mit den Literaturangaben.

Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:US; Benutzer:MH
Gegengelesen von Benutzer:US
Datumsstempel 7.12.2019
Werksigle OCEp 0276
Zitation Grynäus an Camerarius, 31.05.1535, bearbeitet von Ulrich Schlegelmilch und Manuel Huth (07.12.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0276
Besitzende Institution München, BSB
Signatur, Blatt/Seite Clm 10357, Nr. 32
Ausreifungsgrad Original
Erstdruck in Camerarius, Epistolae Eobani, 1561
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck Bl. L3r-L5r
Fremdbrief? nein
Absender Simon Grynäus
Empfänger Joachim Camerarius I.
Datum 1535/05/31
Datum gesichert? ja
Bemerkungen zum Datum ultim. Maii
Sprache Latein
Entstehungsort Tübingen
Zielort Nürnberg
Gedicht? nein
Incipit Quanquam ego propter summam apud me semper authoritatem tuam
Link zur Handschrift http://mdz-nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:12-bsb00103462-7
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Register Biographisches (Stellenangebote und Berufungen); Briefe/Parallelüberlieferung; Briefe/Redaktionelle Überarbeitung
Datumsstempel 7.12.2019


Zielort mutmaßlich.

Regest

Grynäus habe Camerarius bereits einen "lebenden Brief" (i.e. einen Boten und zwar Bartholomäus Amantius, s.u.) geschickt, um seine Absicht darzustellen, wolle aber noch einige Anmerkungen hinzufügen. Auf seine Veranlassung hin habe auch der Fürst (Ulrich von Württemberg) einen Brief an Camerarius geschickt und lade ihn (an die Universität Tübingen) ein.

Schon lange habe der mit der Neuordnung der (Tübinger) Universität beauftragte Grynäus Camerarius im Sinn gehabt. Er hatte es jedoch nicht gewagt, Camerarius von seiner Stelle (am Egidiengymnasium) abzuberufen, bis (Bartholomäus) Amantius ihn geradezu dazu gedrängt hatte. Nun habe er Amantius nachgegeben und ihn als Boten zu Camerarius geschickt. Was Amantius erzählte, habe bei Grynäus den Eindruck erweckt, dass (Nürnberg) keine würdige Arena für Camerarius sei. Sie hätten die Hoffnung, er werde diese für ihn geeignetere Stellung annehmen, zumal ihm die Nähe zur Heimat (Bamberg) in dieser Zeit nicht allzu viel Freude bereiten dürfte. Er wisse, dass die hiesige Universität einen ausgezeichneten Ruf haben werde, wenn schon wenige zusammenkämen, denen sie wirklich am Herzen liege.

Zu den Konditionen: Camerarius werde eine angemessene Stellung erhalten und Grynäus in seiner Funktion als Koordinator der Fakultäten (in membris collocandis adstringendisque) nachfolgen. Er werde ein ehrenwertes Gehalt erhalten. Man werde ihm keine Last aufbürden, über die er sich beklagen müsse, man werde zufrieden sein, wenn er die griechischen Autoren auslege und seine Studenten erfreue, wenn er mit ihnen über die lieblichen Weiden der attischen Beredsamkeit wandle.

Camerarius könne auf die Unterstützung des Grynäus zählen. Er bete zu Gott, dass Camerarius die Stelle annehme.

Lebewohl.

(Manuel Huth)