Hessus an Camerarius, 09.09.1521

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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 Briefdatum
Hessus an Camerarius, Sommer/Herbst 1521?31 Januar 1521 JL
Hessus an Camerarius, 21.01.15216 Januar 1521 JL
Hessus an Camerarius, 1521-15221521 JL
 Briefdatum
Hessus an Camerarius, 09.09.15219 September 1521 JL
 Briefdatum
Camerarius an Hessus, 15231523 JL
Hessus an Camerarius, 07.04.15247 April 1524 JL
Camerarius an Hessus, 13.01.152513 Januar 1525 JL
Werksigle OCEp 0348
Zitation Hessus an Camerarius, 09.09.1521, bearbeitet von Manuel Huth und Vinzenz Gottlieb (03.11.2022), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0348
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae doctorum, 1568
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck Bl. B1r-B2r
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Helius Eobanus Hessus
Empfänger Joachim Camerarius I.
Datum 1521/09/09
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum ermitteltes Datum (altera natalis Mariae)
Unscharfes Datum Beginn
Unscharfes Datum Ende
Sprache Latein
Entstehungsort Erfurt
Zielort Wittenberg
Gedicht? nein
Incipit Hoc scribo, nihil esse quod scribam Ioachime
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register Pest; Habsburgisch-französischer Gegensatz
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand korrigiert
Notizen
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MH; Benutzer:VG
Gegengelesen von
Datumsstempel 3.11.2022
Werksigle OCEp 0348
Zitation Hessus an Camerarius, 09.09.1521, bearbeitet von Manuel Huth und Vinzenz Gottlieb (03.11.2022), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0348
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae doctorum, 1568
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck Bl. B1r-B2r
Fremdbrief? nein
Absender Helius Eobanus Hessus
Empfänger Joachim Camerarius I.
Datum 1521/09/09
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum ermitteltes Datum (altera natalis Mariae)
Sprache Latein
Entstehungsort Erfurt
Zielort Wittenberg
Gedicht? nein
Incipit Hoc scribo, nihil esse quod scribam Ioachime
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Register Pest; Habsburgisch-französischer Gegensatz
Datumsstempel 3.11.2022


Zielort mutmaßlich

Regest

Hessus schreibe, dass nichts zu schreiben gebe. Wie gehe es Camerarius? Hessus sei immer noch besorgt um ihn nach seinem Weggang von hier (aus Erfurt). Was denke Camerarius in Bezug auf Hessus? Hessus wolle Camerarius’ Abwesenheit gelassen ertragen, damit Camerarius hier nicht an einer Krankheit (s. Anm. 1) sterbe, wo Camerarius doch bei bester Gesundheit aus seiner Heimat (Bamberg) zurückgekehrt sei, die von stürmischen Unruhen (s. Anm. 2) heimgesucht wurde. Hessus sei allein zurückgeblieben und habe sich allein der Gefahr ausgesetzt. C. solle sich mit Philipp (Melanchthon) anfreunden, was er sicher schon getan habe.

Hessus habe an (Justus) Jonas, den obersten (Wittenberger) Priester, geschrieben, was er tun wolle. Wenn Camerarius es auch gutheiße, werden die „königlichen“ Ratschläge sicher nicht umsonst sein.

Grüße an Hacus. Empfehlung desselben.

Hessus werde aufhören zu scherzen, denn das werde er bald in Anwesenheit von Camerarius tun. Camerarius solle inzwischen schon eine declamatio vorbereiten, mit der er seinen König (gebührend) empfange. Die Pest habe nachgelassen.

Hoffentlich habe Karl V. (HRR) wirklich Franz I. (Frankreich) besiegt? Wo sei Luther (s. Anm. 3)? Was mache Caper (s. Anm. 4)? Weitere Scherze und Bitte um Antwort. Grüße an alle in Wittenberg, vor allem Philipp (Melanchthon), (Justus) Ionas, Hacus und (Nikolaus von) Amsdorf. An Vorchemius (wahrscheinlich Georg Petz) schreibe Hessus selbst.

(Manuel Huth / Vinzenz Gottlieb)

Anmerkungen

  • Anm. 1: "damit Camerarius hier nicht an einer Krankheit sterbe": hiermit ist wohl die Pest gemeint, die 1521 in Erfurt war (vgl. Camerarius an Draconites, 1521).
  • Anm. 2: "stürmische Unruhen": unklar
  • Anm. 3: "Wo sei Martin Luther?" Im Zuge des Wormser Reichstags war Martin Luther unter Reichsacht gestellt worden. Zu seinem Schutz ließ Friedrich der Weise ihn auf die Wartburg entführen. Das war jedoch nicht bekannt und so ist die Frage keineswegs eine rhetorische.
  • Anm. 4: "Caper": Möglicherweise ist das ein Spitzname. Theoretisch könnte es eine Variante des Namens "Capella" sein, des Spitznamens von Valentin Sifridi. Dieser wurde jedoch erst 1523 in Wittenberg immatrikuliert (vgl. Förstemann 1841, S. 119), weshalb die Identifizierung unklar ist.