Hessus an Camerarius, 13.01.1535

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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 Briefdatum
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Hessus an Camerarius, 11.02.15342 November 1534 JL
Camerarius an Hessus, 01.10.15341 Oktober 1534 JL
 Briefdatum
Hessus an Camerarius, Anfang 02.1535Februar 1535 JL
Hessus und Sturtz an Camerarius, 31.03.153531 März 1535 JL
Hessus an Camerarius, 15.06.153515 Juni 1535 JL
Werksigle OCEp 0112
Zitation Hessus an Camerarius, 13.01.1535, bearbeitet von Manuel Huth (20.05.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0112
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, De Helio Eobano Hesso, 1553
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck Bl. L7r/v
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Helius Eobanus Hessus
Empfänger Joachim Camerarius I.
Datum 1535/01/13
Datum gesichert? ja
Bemerkungen zum Datum
Unscharfes Datum Beginn
Unscharfes Datum Ende
Sprache Latein
Entstehungsort Erfurt
Zielort Nürnberg
Gedicht? nein
Incipit Non potui heri valde occupatus convenire Sturtiaden nostrum
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register Täuferreich von Münster; Politische Neuigkeiten; Biographisches (Krankheit); Biographisches (Familie)
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand korrigiert
Notizen
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MH
Gegengelesen von
Datumsstempel 20.05.2019
Werksigle OCEp 0112
Zitation Hessus an Camerarius, 13.01.1535, bearbeitet von Manuel Huth (20.05.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0112
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, De Helio Eobano Hesso, 1553
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck Bl. L7r/v
Fremdbrief? nein
Absender Helius Eobanus Hessus
Empfänger Joachim Camerarius I.
Datum 1535/01/13
Datum gesichert? ja
Sprache Latein
Entstehungsort Erfurt
Zielort Nürnberg
Gedicht? nein
Incipit Non potui heri valde occupatus convenire Sturtiaden nostrum
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Register Täuferreich von Münster; Politische Neuigkeiten; Biographisches (Krankheit); Biographisches (Familie)
Datumsstempel 20.05.2019


Zielort ermittelt.

Regest

Hessus sei sehr beschäftigt gewesen und habe deswegen gestern nicht wie geplant (Georg) Sturtz treffen können. Dieser hatte Hessus nämlich geschrieben, er habe irgendeinen Brief von Camerarius bekommen. Er wisse nicht, durch welchen Boten. Zu Hessus komme nämlich weder der Bote (Unbekannt) aus Verden noch ein anderer Bote. Und obwohl Hessus gestern viel getrunken habe, schreibe er trotzdem diesen Brief vor Tagesanbruch, weil der "Statius" (unbekannt) des Hagenauer Druckers (Johann Setzer) bei ihm sei und heute in der Früh abreisen wolle.

Welche gesundheitlichen Probleme machten Camerarius zu schaffen? Sturtz habe ihm gestern von Problemen berichtet. Leide Camerarius immer noch an dem Beinleiden oder sei etwas anderes Schlimmes passiert? Hessus teile Freuden und Leiden des Camerarius. Bitte um Antwort.

Dank für die Übersendung der specula (wohl eine Brille), die Camerarius griechisch als "Hundeaugen" bezeichne.

Wie stehe es um das Egidiengymnasium? Gebe es die Schule überhaupt noch, wo so viele gute Männer gestorben seien, die sie einst gefördert hatten? Wie gehe es Michael (Roting)?

Hessus freue sich darüber, dass Camerarius' Gattin (Anna) ihm einen Sohn (Joachim II.) gebar. Wenn es Camerarius gesundheitlich nicht gut gehe, tue dies Hessus leid.

Bei Hessus sei alles in Ordnung, außer dass der Staat schlecht verwaltet werde und die Stadt (Erfurt) im Streit mit dem Mainzer (Erz-)bischof (Albrecht von Brandenburg) liege. Deswegen seien schon seit einigen Wochen zwei Gesandte des Kaisers Karl V. hier. Hessus wisse nicht, welchen Ausgang die Sache nehme, außer dass, wie man sage, alle Rechte des Bischofs über diese Stadt an die Fürsten von Sachsen (Johann Friedrich I.) und Hessen (Philipp I.) verkauft werden sollen. Sollte dies geschehen sein, werde die Stadt ihre Freiheit verloren haben und viele Herren bekommen - so wie es auch neulich mit Mühlhausen geschehen sei.

Philipp (Melanchthon) sei neulich bei Hessus gewesen, als er zum "Hessen" (Philipp I.) reiste und auch als er wieder zurückreise. Er sei in der Begleitung redlicher Männer gewesen, die Hessus' Gattin ehrenvoll beschenkten. Philipp habe sehr freundlich über Camerarius gesprochen. Hessus habe sonst nichts Neues zu schreiben. Über den König (Bernd Rothmann) der Münsteraner und diese ganze abscheuliche Sekte wisse Camerarius vermutlich schon alles.

Grüße an die Freunde. Der Brief sei eilig verfasst, denn Hessus habe zur Vorlesung eilen müssen. Ein anderes mal mehr. Lebewohl.

(Manuel Huth)