Kategorie: Briefwechsel-Erasmus von Rotterdam

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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Allgemein zum Briefwechsel

Erasmus von Rotterdam und Camerarius lernten sich 1524 kennen, als Camerarius einen Brief Luthers zu dem in Basel ansässigen Humanisten überbrachte. Erasmus konnte aber (wohl krankheitsbedingt und wegen des Besuches von Johannes Laski) nur wenig Zeit für Camerarius erübrigen.

Noch im selben Jahr eröffnet Camerarius diesen Briefwechsel. In einem rhetorisch ausgefeilten Brief bedankt er sich überschwänglich für die erwiesene Gastfreundschaft. Der Anlass seines Schreibens war aber vor allem die Befürchtung, Erasmus könnte glauben, Camerarius könnte für die Veröffentlichung des überbrachten Briefes sowie des Antwortschreibens von Erasmus verantwortlich sein. In seinem Antwortschreiben zerstreut Erasmus die Vorwürfe und entschuldigt sich für seine mangelnde Gastfreundschaft in Basel.

Das nächste (und letzte) erhaltene Schreiben stammt aus dem Jahr 1528. Erasmus empfiehlt den Überbringer Frans van der Dilft und erkundigt sich, wie es um das Egidiengymnasium stehe - er höre ja, es stehe nicht so gut.

Weitere Schreiben sind nicht erhalten. Der Kontakt wurde aber auch über Daniel Stiebar von Rabeneck und Helius Eobanus Hessus aufrecht erhalten. Über die Korrespondenz des Hessus erfahren wir auch mehr über das schwierige Verhältnis der beiden Gelehrten, denn in einem Brief an Hessus tadelt Erasmus einen vermeintlichen metrischen Fehler des Camerarius und schreibt: "Joachim scheint mehr Fleiß (cura) als Talent (natura) zu haben. Wir können eben nicht alle alles." (Erasmus an Hessus, 17.05.1531 = Allen 1938, 270). Drei Jahre später scheint Erasmus seine Vorwürfe wiederholt und die ganzen bisherigen Werke des Camerarius als unnütz und unbedeutend (futilia et levia) bezeichnet zu haben, wovon sich Camerarius tief betroffen zeigte, wie ein Brief an Hessus offenbart (Camerarius an Hessus, 01.10.1534).

Editionen, Literatur und weiterführende Links

Überlieferung und statistische Übersicht

Camerarius ließ zwei Briefe von Erasmus ohne die Gegenbriefe drucken (generell überwiegen in seinen Ausgaben die von seinen Korrespondenzpartnern verschickten Briefe). Sie sind sicherlich mit Absicht an auffälliger Stelle (nämlich genau am Ende) seiner Briefausgabe von 1557 zusammen mit einem Brief des Erasmus an Melanchthon vom 05.02.1528 (MBW, Nr. 654) positioniert. Ein von Camerarius geschriebener Brief ist in den zeitgenössischen Ausgaben der Erasmusbriefe überliefert.

Automatisierte Statistik:

  • Es ist/sind 1 Brief(e) von Camerarius erhalten.
  • Es sind 2 Briefe an Camerarius erhalten.

Es ist unklar, wie viele Briefe sich Erasmus und Camerarius tatsächlich schrieben. Die folgenden statistischen Erhebungen sind somit nicht repräsentativ und dienen eher der Orientierung. Um sie aufzurufen, drücken Sie bitte unten auf "Semantic Drilldown".


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