Camerarius an Fabricius, vor dem 24.10.1547

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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 Briefdatum
Camerarius an Fabricius, 25.09.154625 September 1546 JL
Camerarius an Fabricius, 05.08.15465 August 1546 JL
Camerarius an Fabricius, 1544-1546 (?)1544 JL
 Briefdatum
Camerarius an Fabricius, ca. 07.1549Juli 1549 JL
Fabricius an Camerarius, 28.06.155028 Juni 1550 JL
Fabricius an Camerarius, 25.01.155125 Januar 1551 JL
Werksigle OCEp 0848
Zitation Camerarius an Fabricius, vor dem 24.10.1547, bearbeitet von Manuel Huth (23.06.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0848
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1583
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 497
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Georg Fabricius
Datum
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum ermitteltes Datum: vor dem 24.10.1547 (im Druck o.D.); s. Hinweise zur Datierung
Unscharfes Datum Beginn
Unscharfes Datum Ende 1547-10-24
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort Meißen
Gedicht? nein
Incipit Περὶ τῆς, καθάπερ
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand korrigiert
Notizen An US: unklar: Laurentius Hofmann; Apoikie

US 300918:

  • Hofmann - kann ich nichts zu sagen
  • apoikia, exoikismos: muß mit der Flucht der Univ. im Schmal. Krieg zu tun haben, evtl. Abwanderung an andere Unis
  • der Sohn bei Fabricius muß eher Philipp sein (vgl. https://books.google.de/books?id=n41eAAAAcAAJ, S. 11); Joachim war mW in Schulpforta.
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MH
Gegengelesen von Benutzer:US; Benutzer:HIWI4
Datumsstempel 23.06.2019
Werksigle OCEp 0848
Zitation Camerarius an Fabricius, vor dem 24.10.1547, bearbeitet von Manuel Huth (23.06.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0848
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1583
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 497
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Georg Fabricius
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum ermitteltes Datum: vor dem 24.10.1547 (im Druck o.D.); s. Hinweise zur Datierung
Unscharfes Datum Ende 1547-10-24
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort Meißen
Gedicht? nein
Incipit Περὶ τῆς, καθάπερ
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Datumsstempel 23.06.2019


Entstehungs- und Zielort mutmaßlich.

Hinweise zur Datierung

Terminus ante quem: Im Brief wird mutmaßlich Laurentius (Hofmann) erwähnt. Er ist am 24.10.1547 verstorben.

Regest

Bezüglich der "Apoikie" (s. Anm.), welche erneut nach der Auswanderung über sie (sc. die Universität Leipzig?) kommen werde, wie Fabricius schreibe, solle geschehen, was Gott wolle. So wie es Camerarius nicht für ratsam hielt, etwas gegen die damals beschlossenen Regeln zu unternehmen, so wüssten alle, dass Camerarius unverhohlen seine Meinung über jene Unternehmungen geäußert habe. Jetzt sorge er sich nicht (mehr) darum, was geschehe. Er hoffe, dass es jedoch zum Ruhme Gottes gereiche und der Kirche Nutzen bringe. Mit niemandem habe er bis jetzt über diese Sache gesprochen. Es sei verkehrt und nutzlos, sich um Dinge zu kümmern, die bereits abgeschlossen seien. Wenn auch Laurentius (Hofmann?), ihr Führer und Geleiter für ihre Studien und das Leben – herkäme und jene herausragende Stellung behielte, dann wäre Camerarius klarer, wie er verfahren müsse. Aber dies sollten sie Gott überlassen. Er bezweifle nämlich, dass es sinnvoll sei, Leuten einen Ratschlag zu geben, wenn sie gar nicht darum gebeten hätten.

Fabricius möge ihm nachsehen, dass er seinen Sohn (wohl Joachim Camerarius II.) noch bei sich behalte. Camerarius wolle sich Philipp (Melanchthon) auf seiner Reise nach Franken anschließen und seinen Sohn mitnehmen. (Wolfgang) Meurer glaube, dass eine Reise Philipp (Melanchthons) Gesundheit zuträglich sei. Fabricius möge ihm diese Zeit der Absenz seines Sohnes zugestehen und gemeinsam mit Camerarius hoffen, dass sein Sohn die versäumte Zeit durch genug Fleiß aufholen könne.

Lebewohl.

(Manuel Huth)

Anmerkungen

  • "Bezüglich der "Apoikie"": Vielleicht handelt es sich um eine Abwanderungswelle an der Universität Leipzig. Bereits als Camerarius 1541 an die Universität kam, hatte sie zu wenig Studenten und es wurden Reformen eingeleitet, an denen 1542/43 Camerarius beteiligt war.