Camerarius an Stiebar, 09.01.1552

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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 Briefdatum
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 Briefdatum
Camerarius an Stiebar, 29.01.155229 Januar 1552 JL
Camerarius an Stiebar, 10.02.155210 Februar 1552 JL
Camerarius an Stiebar, 01.03.15521 März 1552 JL
Werksigle OCEp 1072
Zitation Camerarius an Stiebar, 09.01.1552, bearbeitet von Manuel Huth (13.11.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_1072
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1595
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 216-217
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Daniel Stiebar von Rabeneck
Datum 1552/01/09
Datum gesichert? ja
Bemerkungen zum Datum 5. Id. Ianuarii
Unscharfes Datum Beginn
Unscharfes Datum Ende
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort Würzburg
Gedicht? nein
Incipit Etsi ea rumoribus dissipantur
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register Politische Neuigkeiten
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand korrigiert
Notizen
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MH
Gegengelesen von Benutzer:HIWI4
Datumsstempel 13.11.2019
Werksigle OCEp 1072
Zitation Camerarius an Stiebar, 09.01.1552, bearbeitet von Manuel Huth (13.11.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_1072
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1595
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 216-217
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Daniel Stiebar von Rabeneck
Datum 1552/01/09
Datum gesichert? ja
Bemerkungen zum Datum 5. Id. Ianuarii
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort Würzburg
Gedicht? nein
Incipit Etsi ea rumoribus dissipantur
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Register Politische Neuigkeiten
Datumsstempel 13.11.2019


Regest

Auch wenn Camerarius' schlimme Befürchtungen durch die jüngsten Gerüchte zerstreut wurden, wollte er dennoch Stiebar keine unzuverlässigen Nachrichten schreiben.

Vermutlich habe Stiebar seinen letzten Brief erhalten.

Camerarius könne bekräftigen, dass ihr Fürst (Moritz von Sachsen) bisher an keinen aufständischen Handlungen teilgenommen habe und Camerarius auch nicht wolle, dass er durch etwas dazu genötigt werde. Als einziger strebe er Frieden für Deutschland an, weil er die für die Belagerung (Magdeburgs) ausgehobenen Truppen entlassen habe. Was die Zukunft bringe, wisse Camerarius nicht. Er habe nämlich gehört, dass es andernorts große Kriegszurüstungen gebe und dass nicht einmal der Beginn eines Feldzuges verheimlicht werde. Er würde mehr – unzuverlässige wie zuverlässige Nachrichen – darüber schreiben, wenn er nicht darauf vertraue, dass Stiebar es genauer von dem Mann (Philipp Melanchthon; s. Anm.) erfahren könne, dem Camerarius als ehemaligen Lehrer Stiebars Grüße übermitteln sollte, wie Stiebar geschrieben hatte. Wenn er sich nicht täusche, wolle (Melanchthon) innerhalb von acht Tagen nach Nürnberg reisen und dort eine Weile bleiben. Camerarius rate Stiebar zu einem Treffen (in Nürnberg). Stiebar könne von Hieronymus (Baumgartner) leicht in Erfahrung bringen, wo sie sich treffen könnten.

Sorgen angesichts der gefährlichen Situation in Deutschland. Man müsse Zuflucht in der Gnade Gottes suchen.

Segenswunsch.

Franz Kram sei in diesen Tagen bei Camerarius gewesen. Er habe sich mit einem ehrenhaften und wohlhabenden Mädchen (Anna Schiltel) verlobt. Er lasse Stiebar grüßen.

Grüße von der Familie des Camerarius. Lebewohl.

(Manuel Huth)

Anmerkungen

  • "dass Stiebar es genauer von dem Mann": Dass mit dem Mann Melanchthon gemeint ist, legt auch die Tatsache nahe, dass Melanchthon in einem Brief aus Nürnberg vom 09.02.1552 (MBW, Nr. 6339) von einem Treffen mit Stiebar berichtet.

Literatur und weiterführende Links