Camerarius an Stiebar, 30.04.1552

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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 Briefdatum
Camerarius an Stiebar, 10.04.155210 April 1552 JL
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Camerarius an Stiebar, 10.02.155210 Februar 1552 JL
 Briefdatum
Camerarius an Stiebar, 30.08.155230 August 1552 JL
Camerarius an Stiebar, 01.12.15521 Dezember 1552 JL
Camerarius an Stiebar, 06.12.15526 Dezember 1552 JL
Werksigle OCEp 1080
Zitation Camerarius an Stiebar, 30.04.1552, bearbeitet von Manuel Huth (11.11.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_1080
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1595
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 224-226
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Daniel Stiebar von Rabeneck
Datum 1552/04/30
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum Pridie Cal. Maii
Unscharfes Datum Beginn
Unscharfes Datum Ende
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort Nürnberg
Gedicht? nein
Incipit Epistolam tuam longiusculam
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register Fürstenaufstand (1552)
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand korrigiert
Notizen
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MH
Gegengelesen von Benutzer:HIWI4; Benutzer:JS
Datumsstempel 11.11.2019
Werksigle OCEp 1080
Zitation Camerarius an Stiebar, 30.04.1552, bearbeitet von Manuel Huth (11.11.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_1080
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1595
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 224-226
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Daniel Stiebar von Rabeneck
Datum 1552/04/30
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum Pridie Cal. Maii
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort Nürnberg
Gedicht? nein
Incipit Epistolam tuam longiusculam
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Register Fürstenaufstand (1552)
Datumsstempel 11.11.2019


Absendeort mutmaßlich; Zielort ermittelt.

Regest

Camerarius habe einen längeren, hastig verfassten Brief Stiebars erhalten. Sie alle (Camerarius und seine Familie) hätten in seinem Haus (in Leipzig) Ruhe gefunden.

Besorgniserregende Gerüchte stimmten ihn besorgt und ängstlich wegen der Situation in Franken und wegen Stiebar. Seine Verwandten hätten ihm auch etwas von einem Brand berichtet, während der sächsische Bote erzählte, alles sei in Ordnung.

Stiebars vicinus (Unbekannt) habe geschrieben, Stiebar ziehe ins Feld, was Camerarius Angst mache. Deswegen sei er dankbar, dass Stiebar ihm so ausführlich geschrieben habe. Camerarius freue sich, dass Stiebar den Verlust seines Besitzes (durch einen Brand) gelassen ertrage.

Stiebar sehe, mit welchen Problemen ihr Zeitalter konfrontiert werde. Oder glaube Stiebar etwa, dass irgendjemand in dieser Zeit, wenn er nicht ungestüm und dreist sei, ungestraft davonkommen werde? Freilich aber würden nach Platon diejenigen (schließlich) am Schlimmsten niedergestreckt, die frei herumliefen und für ihre Gottlosigkeit und Verbrechen nicht bestraft würden. Aber Erörterungen dieser Art wurden schon früher verlacht und würden es auch nun. Für Camerarius seien die Ereignisse nichts (grundsätzlich) Neues, denn er könne ein Abbild von ihnen in der alten Geschichte / in einem alten Geschichtswerk (in historia veteri) erkennen und Stiebar könne sich daran erinnern, welche Gespräche sie darüber geführt hätten. (Das Folgende gekürzt:) Die Mahnungen Gottes würden ignoriert. Deswegen habe Camerarius (eigentlich) bereits die Hoffnung auf Frieden aufgegeben. Einige hofften auch jetzt noch auf Frieden. Er bete wenigstens für einen kurze Friedensperiode.

(Franz) Kram sei abwesend, weil er an den Hof gerufen wurde. (Christoph von) Carlowitz sei vor einem Monat zu König Ferdinand gereist. Die anderen, denen er Grüße ausrichten solle, sehe er selten und er besuche sie auch selten.

Stiebar solle bitte schreiben, wenn ihm Camerarius irgendwie von Nutzen sein könne. Camerarius werde seine Hoffnungen nicht enttäuschen.

Hier (in Leipzig) sei bisher alles ruhig. Alles Weitere müsse man Gott überlassen.

Eine Verschwörung (sc. die Fürstenverschwörung) habe den gerechten Zorn Gottes erregt. Sie wollten Zuflucht zum Glauben nehmen.

Camerarius habe diesen Brief nach Nürnberg geschickt. Es habe sich nämlich keine andere Gelegenheit ergeben.

Segenswunsch.

(Manuel Huth)

Literatur und weiterführende Links