Camerarius an Lambin, 12.06.1567

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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Werksigle OCEp 1141
Zitation Camerarius an Lambin, 12.06.1567, bearbeitet von Manuel Huth und Maximilian Wolter (01.04.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_1141
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1595
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 298-300
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Denis Lambin
Datum 1567/06/12
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum Die Solstitii 67
Unscharfes Datum Beginn
Unscharfes Datum Ende
Sprache Latein
Entstehungsort Bamberg
Zielort o.O.
Gedicht? nein
Incipit Literae tuae sero redditae mihi, post illam etiam frustratione tabellarii
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand unkorrigiert
Notizen Zur Datierung: Doch wohl Sommersonnenwende gemeint. Datierung lt. https://www.stilkunst.de/c31_calendar/c3101_beginning_of_summer.php
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MH; Benutzer:HIWI7
Gegengelesen von
Datumsstempel 1.04.2020
Werksigle OCEp 1141
Zitation Camerarius an Lambin, 12.06.1567, bearbeitet von Manuel Huth und Maximilian Wolter (01.04.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_1141
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1595
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 298-300
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Denis Lambin
Datum 1567/06/12
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum Die Solstitii 67
Sprache Latein
Entstehungsort Bamberg
Zielort o.O.
Gedicht? nein
Incipit Literae tuae sero redditae mihi, post illam etiam frustratione tabellarii
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Datumsstempel 1.04.2020


Regest

Lambins Brief habe er erst einen Monat später lesen können, weil der Brief in Leipzig ankam, während er zuerst nach Bamberg und dann nach Nürnberg gereist sei, um private Geschäfte zu erledigen. Er freue sich sehr über Lambins Wertschätzung seiner Arbeit und die Eleganz und Bildung in dessen Brief. Auch seine Aufmerksamkeit und sein klarer Stil verdienten seine Anerkennung.

Daher sei der Dienst seines Sohns für Lambin am rechten Menschen geleistet worden. Er habe gar nicht gewusst, wo sich dieser rumgetrieben habe, da er schon seit drei Monaten keinen Brief mehr empfangen habe.

Die Erwähnung Adrien Turnèbes habe den Schmerz über dessen Tod und über gewisse Hasserfüllte Reden über ihn nach seinem Dahinscheiden erneuert. Er selbst habe Turnèbe wegen seines Verstandes und seiner Bildung geschätzt, und aus Lambins Schriften erkenne er, dass dieser genauso gedacht habe.

Für die Zukunft erhoffe er sich ein weiteres Erstarken der Freundschaft zwischen ihnen beiden, wozu er seinen Teil tun werde, und auch an Lambins Einsatz nicht zweifle.

Diesen Brief habe er nach seiner Abreise aus Nürnberg in Bamberg geschrieben, wo ihn einige Aufgaben aufgehalten haben. Bald wolle er wieder nach Leipzig, um seinen Studien nachzugehen, an denen er auch als alter Mann nie satt werde und die er so sehr anderen Dingen vornanstelle, dass es manchmal vermessen erscheine (ego in his possim delirus inersque videri / dum mea delectant mala me, Horaz, Epist. II, 2, 126f.). Jetzt aber sei die Kraft seiner studia und die seiner Landsleute am Abschwellen, während Lambin ein aufsteigender Stern sei. Lebewohl.

(Maximilian Wolter)