Camerarius an Crato, 10.01.1553

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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Camerarius an Crato, 01.03.15501 März 1550 JL
 Briefdatum
Camerarius an Crato, 13.11.155313 November 1553 JL
Camerarius an Crato, 13.11.155413 November 1554 JL
Camerarius an Crato, 05.01.15575 Januar 1557 JL
Werksigle OCEp 1149
Zitation Camerarius an Crato, 10.01.1553, bearbeitet von Manuel Huth, Anne Kram und Ulrich Schlegelmilch (26.04.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_1149
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1595
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 325-326
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Johannes Crato
Datum 1553/01/10
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum 4. Id. Ianu.
Unscharfes Datum Beginn
Unscharfes Datum Ende
Sprache Latein
Entstehungsort o.O.
Zielort o.O.
Gedicht? nein
Incipit Maximo eramus in dolore
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register Zweiter Markgrafenkrieg (1552-1554)
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand validiert
Notizen
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MH; Benutzer:AK; Benutzer:US
Gegengelesen von Benutzer:US
Datumsstempel 26.04.2020
Werksigle OCEp 1149
Zitation Camerarius an Crato, 10.01.1553, bearbeitet von Manuel Huth, Anne Kram und Ulrich Schlegelmilch (26.04.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_1149
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1595
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 325-326
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Johannes Crato
Datum 1553/01/10
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum 4. Id. Ianu.
Sprache Latein
Entstehungsort o.O.
Zielort o.O.
Gedicht? nein
Incipit Maximo eramus in dolore
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Register Zweiter Markgrafenkrieg (1552-1554)
Datumsstempel 26.04.2020


Regest

Camerarius leide sehr wegen des allgemeinen Schicksals seiner Heimat (Bamberg) (s. Anm.) und wegen der Gefahr für seinen Besitz. Aber auch wenn ihn die Furcht vor privaten Verlusten und die Sorge um seine Familie natürlich nicht unberührt lasse (denn auch seine Nerven seien nicht aus Stahl), so bedrücke ihn doch wie das eigene Los, wie Pindar sage (vgl. Pind. N. 1,53-55), ebenso auch der Kummer anderer. Denn das allgemeine Unglück der Heimat (Bamberg) quäle und die Verluste der vielen ihm bekannten und unbekannten Menschen betrübten ihn. Am meisten sei er jedoch darüber bestürzt, dass er sehe, wie der Respekt vor den religiösen Studien verloren gehe und der Barbarei die Tore geöffnet würden, und kein Ende für all das, was begonnen wurde, in Sicht sei.

Trotzdem habe er zwischen all dem ein paar Verse (s. Anm.) verfasst und an den Feiertagen vorgetragen (oder: öffentlich gemacht). Er schicke ihm ein Exemplar davon mit.

(Johann Baptist) Haintzel habe ihm einen sehr netten Brief und ein wertvolleres Geschenk geschickt, als er für seine Mühe verdient habe. Crato solle ihm in seinem Namen danken, nicht so sehr für das Geschenk wie für die Geste der Zuneigung. Denn Crato bemühe sich in dieser Hinsicht noch mehr für Camerarius, als er es verlange oder wolle. Denn wenn etwas von Camerarius' Ansehen in diesem Bereich auf einen anderen übergehe, so erwarte er dafür keine Belohnung. Er sei mit dem Wohlwollen für seine Bemühungen zufrieden, wenn es denn erwidert werde, und er sei zufrieden, wenn seine Ausführungen Crato und seinesgleichen gefielen.

Grüße an Crato und seine Familie, auch von Camerarius' Familie.

(Anne Kram)

Anmerkungen

  • "Schicksals seiner Heimat (Bamberg)": Hintergrund ist wohl der Zweite Markgrafenkrieg 1552-1554.
  • "ein paar Verse": Bezug unklar

Literatur und weiterführende Links