Camerarius an Crato, 12.04.1562

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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 Briefdatum
Camerarius an Crato, Sommer 15621562 JL
Camerarius an Crato, 22.12.156122 Dezember 1561 JL
Camerarius an Crato, 15.10.156115 Oktober 1561 JL
 Briefdatum
Camerarius an Crato, 06.07.15626 Juli 1562 JL
Camerarius an Crato, 19.03.156319 März 1563 JL
Camerarius an Crato, 05.06.15635 Juni 1563 JL
Werksigle OCEp 1171
Zitation Camerarius an Crato, 12.04.1562, bearbeitet von Manuel Huth, Ulrich Schlegelmilch und Anne Kram (30.07.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_1171
Besitzende Institution Paris, BSG
Signatur, Blatt/Seite Ms 1456, Bl. 453 r-v
Ausreifungsgrad Abschrift
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1595
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 358-359
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Johannes Crato
Datum 1562/04/12
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum die natali meo ordiente annum aetatis LXIII (Abschrift) = 12.4.1562; die natali meo, qui orditur annum aetatis 64 (Druck) = 12.4.1563, aber mglw. infolge mißverstandener Datierung unter Briefen des Jahres 1564 eingeordnet (s. Hinweise zur Datierung)
Unscharfes Datum Beginn 1562/04/12
Unscharfes Datum Ende 1563/04/12
Sprache Latein
Entstehungsort o.O.
Zielort o.O.
Gedicht? nein
Incipit Meas certe literas debuisti tum habere, cum Iacobo sunt datae tuae
Link zur Handschrift https://archive.org/details/MS1456
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register Briefe/Parallelüberlieferung
Handschrift gesehen
Bearbeitungsstand validiert
Notizen
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MH; Benutzer:US; Benutzer:AK
Gegengelesen von Benutzer:US
Datumsstempel 30.07.2020
Werksigle OCEp 1171
Zitation Camerarius an Crato, 12.04.1562, bearbeitet von Manuel Huth, Ulrich Schlegelmilch und Anne Kram (30.07.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_1171
Besitzende Institution Paris, BSG
Signatur, Blatt/Seite Ms 1456, Bl. 453 r-v
Ausreifungsgrad Abschrift
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1595
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 358-359
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Johannes Crato
Datum 1562/04/12
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum die natali meo ordiente annum aetatis LXIII (Abschrift) = 12.4.1562; die natali meo, qui orditur annum aetatis 64 (Druck) = 12.4.1563, aber mglw. infolge mißverstandener Datierung unter Briefen des Jahres 1564 eingeordnet (s. Hinweise zur Datierung)
Unscharfes Datum Beginn 1562/04/12
Unscharfes Datum Ende 1563/04/12
Sprache Latein
Entstehungsort o.O.
Zielort o.O.
Gedicht? nein
Incipit Meas certe literas debuisti tum habere, cum Iacobo sunt datae tuae
Link zur Handschrift https://archive.org/details/MS1456
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Register Briefe/Parallelüberlieferung
Datumsstempel 30.07.2020


Hinweise zur Datierung

Bei der im Brief geschilderten Angelegenheit Cratos könnte es sich um seine Entlassung als Stadtarzt in Breslau im Herbst 1561 (vgl. Camerarius an Crato, 12.10.1561) handeln. Trifft dies zu, spricht der Briefinhalt für eine Datierung auf 1562, nicht 1563.

Regest

Crato sollte Camerarius' Brief zu dem Zeitpunkt erhalten haben, als Crato seinen Brief an Jakob (s. Anm.) übergeben habe, wenn sich der andere (sc. Camerarius' Briefbote) nach Erhalt des Briefes beeilt habe oder ihn überhaupt überbracht habe.

Camerarius habe Crato aber offen und wegen ihrer Freundschaft auch deutlich seine Meinung über die Angelegenheiten gesagt, bezüglich derer Crato sie hatte hören wollen. Und bei dieser Meinung bleibe er immer noch. Denn dass Crato zu dieser Sache so etwas wie eine Anklage (s. Anm.) auf gerichtliche und anschuldigende Weise geschrieben habe, scheine irgendwie nicht zu seiner Person zu passen und seinem Fall mehr geschadet als genützt zu haben. Deshalb glaube Camerarius, dass Crato die Angelegenheit eher mit einer kurzen öffentlichen und allgemeinen Bemerkung abhandeln als deutlich und ausführlich ausdiskutieren sollte. Dabei müsse Camerarius Crato aber nicht Pläne oder Methoden an die Hand geben, da er sie selbst kenne wie kein anderer. Denn wenn man das einfügen würde, was Camerarius sich hätte ausdenken können, würde es ganz anders von Cratos wortreichem Stil abweichen, da Camerarius' Stil täglich trockener oder wenigstens knapper werde. Camerarius sei also zu der Ansicht gelangt, dass Crato seine Schrift abmildern sollte. Wenn Crato ihm zustimme, sollte er sie in jenem Teil, in dem er anklage oder sich verteidige, ändern und korrigieren. Wenn er es aber so, wie er es geschrieben habe, herausgeben wolle, solle er sich gewiss sein, dass Camerarius weder seine Absicht noch seine Tat tadeln werde. Denn Crato müsse ja besser wissen als er, was ihn bewege und was er betrachten wolle, wenn er so etwas schreibe. Denn Crato quäle diese Angelegenheit, und ihm seien die Umstände und Personen bekannt.

Grüße an Crato und seine Familie, auch von Camerarius' Familie (s. Anm.). Lebewohl.

(Anne Kram)

Anmerkungen

  • "Jakob": Ein Briefbote namens Jakob wird auch im Brief vom 1.2.1565 erwähnt.
  • "wie eine Anklage": Nur in der Abschrift enthalten: quasi accusationem.
  • "auch von Camerarius' Familie": Grußformel im Druck gekürzt.

Literatur und weiterführende Links