Camerarius an Perlach, 12.04.1532

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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Werksigle OCEp 1407
Zitation Camerarius an Perlach, 12.04.1532, bearbeitet von Marion Gindhart (17.12.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_1407
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Astrologica, 1532
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck Teil B, S. 1-3
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Andreas Perlach
Datum 1532/04/12
Datum gesichert? ja
Bemerkungen zum Datum Der Widmungsbrief ist datiert auf den 12. April 1532 (pr. Id. April. natali nostro).
Unscharfes Datum Beginn
Unscharfes Datum Ende
Sprache Latein
Entstehungsort Nürnberg
Zielort o.O.
Gedicht? nein
Incipit Cum te iamdiu novi e scriptis tuis Perlachi
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? ja
Paratext zu Camerarius, Astrologica (lat.), 1532
Kurzbeschreibung Camerarius widmet Perlach, den er bisher lediglich aus dessen Schriften und aus Erzählungen Schöners kennt, die Übersetzungen griechischer astrologischer Textauszüge, die aus einer Sammelhandschrift aus dem Nachlass Regiomontans stammen und im Band den Übersetzungen vorausgehen. Er weist auf das Problem der Präzession hin, lobt Ptolemaios wegen seiner sorgfältigen Beobachtungen und erklärt sich selbst als Anhänger einer wissenschaftlich fundierten Astronomie, mit der er domesticis exemplis aufgewachsen sei.
Anlass
Register Astrologie; Werkgenese; Biographisches; Nachlass (Regiomontan); Widmungsbrief; Astronomie; Bibliotheken (zeitgenössisch)
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand validiert
Notizen Wer die erwähnte astrologiekundige Familienangehörige ist, konnte noch nicht geklärt werden.
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MG
Gegengelesen von Benutzer:JS; Benutzer:US
Datumsstempel 17.12.2019
Werksigle OCEp 1407
Zitation Camerarius an Perlach, 12.04.1532, bearbeitet von Marion Gindhart (17.12.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_1407
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Astrologica, 1532
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck Teil B, S. 1-3
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Andreas Perlach
Datum 1532/04/12
Datum gesichert? ja
Bemerkungen zum Datum Der Widmungsbrief ist datiert auf den 12. April 1532 (pr. Id. April. natali nostro).
Sprache Latein
Entstehungsort Nürnberg
Zielort o.O.
Gedicht? nein
Incipit Cum te iamdiu novi e scriptis tuis Perlachi
Regest vorhanden? ja
Paratext ? ja
Paratext zu Camerarius, Astrologica (lat.), 1532
Kurzbeschreibung Camerarius widmet Perlach, den er bisher lediglich aus dessen Schriften und aus Erzählungen Schöners kennt, die Übersetzungen griechischer astrologischer Textauszüge, die aus einer Sammelhandschrift aus dem Nachlass Regiomontans stammen und im Band den Übersetzungen vorausgehen. Er weist auf das Problem der Präzession hin, lobt Ptolemaios wegen seiner sorgfältigen Beobachtungen und erklärt sich selbst als Anhänger einer wissenschaftlich fundierten Astronomie, mit der er domesticis exemplis aufgewachsen sei.
Register Astrologie; Werkgenese; Biographisches; Nachlass (Regiomontan); Widmungsbrief; Astronomie; Bibliotheken (zeitgenössisch)
Datumsstempel 17.12.2019


Regest

Camerarius kenne Perlach aus dessen Schriften und aus Berichten seines Kollegen am Nürnberger Egidiengymnasium, Johannes Schöner. Von diesem wisse er auch, dass sich Perlach zwar spät, aber eifrig um das Studium der griechischen Sprache bemühe und davon auch schon fachlich profitiert habe. Um ihn als tiro in hac militia (1) zu unterstützen und um ihm seine Freundschaft anzutragen, widme er ihm die folgenden Übersetzungen der vorangestellten griechischen "Astrologica". Diese stammten aus einer (Sammel-)Handschrift aus dem Nachlass Regiomontans und seien von dessen Hand geschrieben.
Camerarius weist auf die Verschiebung des tropischen gegenüber dem siderischen Tierkreis hin (Präzession der Äquinoktien und damit einhergehende Rückwärtsbewegung des Frühlingspunktes). Er lobt Ptolemaios, der mit seinen exakten Beobachtungen das tradierte astrologische System den astronomischen Befunden angepasst habe. Zudem gibt er seiner Hoffnung Ausdruck, dass eine von Irrtümern purgierte Astrologie durch die Werke Perlachs und anderer wieder zu ihren verdienten Ehren komme, da er selbst seit jeher die Astrologie geschätzt habe, die ihm auch von weiblicher Seite vermittelt wurde (Semper enim hanc scientiam feci maximi, & ingenita animi promptitudine complexus sum, domesticis quoque exemplis ad huius culturam invitatus. E quibus ne viris solum quis concessum putet doctos esse, etiam foeminam ἀστρολόγον possim proferre, 2).

(Marion Gindhart)