Sabinus an Camerarius, 06.12.1549

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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 Briefdatum
Sabinus an Camerarius, 28.07.154828 Juli 1548 JL
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Camerarius an Sabinus, 07.1546Juli 1546 JL
 Briefdatum
Sabinus an Camerarius, 04.09.15504 September 1550 JL
Sabinus an Camerarius, 09.12.15509 Dezember 1550 JL
Camerarius an Sabinus, 05.01.15515 Januar 1551 JL
Werksigle OCEp 1351
Zitation Sabinus an Camerarius, 06.12.1549, bearbeitet von Ulrich Schlegelmilch, Manuel Huth und Anne Kram (02.03.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_1351
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Sabinus, Poemata, 1563
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 522-524
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen Sabinus, Poemata, 1563a, Bl. m3r-m4r; Sabinus, Poemata, 1568, S. 522-524
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Georg Sabinus
Empfänger Joachim Camerarius I.
Datum 1549/12/06
Datum gesichert? ja
Bemerkungen zum Datum ermitteltes Datum (die Nicolai)
Unscharfes Datum Beginn
Unscharfes Datum Ende
Sprache Latein
Entstehungsort Jäskendorf
Zielort Leipzig
Gedicht? nein
Incipit Ex Samuele Sitzingero cognovi
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register Pest (Preußen, 1549); Drucklegung
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand validiert
Notizen
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:US; Benutzer:MH; Benutzer:AK
Gegengelesen von Benutzer:US
Datumsstempel 2.03.2020
Werksigle OCEp 1351
Zitation Sabinus an Camerarius, 06.12.1549, bearbeitet von Ulrich Schlegelmilch, Manuel Huth und Anne Kram (02.03.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_1351
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Sabinus, Poemata, 1563
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 522-524
Sonstige Editionen Sabinus, Poemata, 1563a, Bl. m3r-m4r; Sabinus, Poemata, 1568, S. 522-524
Fremdbrief? nein
Absender Georg Sabinus
Empfänger Joachim Camerarius I.
Datum 1549/12/06
Datum gesichert? ja
Bemerkungen zum Datum ermitteltes Datum (die Nicolai)
Sprache Latein
Entstehungsort Jäskendorf
Zielort Leipzig
Gedicht? nein
Incipit Ex Samuele Sitzingero cognovi
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Register Pest (Preußen, 1549); Drucklegung
Datumsstempel 2.03.2020


Zielort mutmaßlich.

Hinweis zum Absendeort

Absendeort im Druck: "Geschendorf"; Auflösung nach Tschackert 1890, Bd. 3, S. 244, Nr. 2303: Jäskendorf.

Regest

Sabinus habe von Samuel Sitzinger erfahren, dass Camerarius im August einen Brief an ihn geschrieben hatte, denn bei Herbstbeginn hatte er einen Brief erwähnt, der von irgendeinem Boten (unbekannt) hierher (nach Königsberg (Preußen)) geschickt worden sei. Tatsächlich aber habe er seit mehr als sechs Monaten keinen Brief von Camerarius erhalten. Deshalb dürfe sich Camerarius nicht wundern, dass Sabinus ihm nicht antworte.

Seine Situation sei noch erträglich, denn alle seine Familienmitglieder seien unversehrt (von der Pest). Eine Zeitlang hätten sie in Gefahr geschwebt, denn die Pest habe sich bis hierher nach (Jäskendorf) verbreitet und die ganze Umgebung derart verheert, dass sie keine Möglichkeit zur Flucht hatten. Er hoffe, dass sie der Gefahr entronnen seien. Aufruf zum Gebet. Bezüglich einer Rückkehr nach Königsberg sei er unsicher. Er höre nämlich, dass die Pest dort immer noch im Stillen um sich greife, auch wenn sie nicht mehr (so stark) wüte. Man sage, dass ihr 14000 Menschen zum Opfer gefallen seien. Doktor Basilius (Axt) und (Andreas) Aurifaber sollen ihre Frauen verloren haben.

Sabinus' Büchlein (wohl Sabinus, Elegiae, 1550), die er an Camerarius (nach Leipzig) geschickt hatte, sei vermutlich inzwischen erschienen. Camerarius möge ihm bitte einige Exemplare schicken.

Melchior Fasold, der sich in Wittenberg im Haus (Caspar) Crucigers (des Jüngeren) aufhalte, wolle an Weihnachten hierher (nach Preußen) reisen. Camerarius möge ihm übergeben, was auch immer er an Sabinus schicken wolle.

Die Aufgabe des (Bernhard) Ziegler habe er noch nicht ausgeführt. Er habe nämlich keinen Boten finden können, durch den er dem Kanzler (unbekannt) des Markgrafen Wilhelm (von Brandenburg-Ansbach-Kulmbach) hätte schreiben können. Aber er werde es erledigen, sobald er nach Hause zurückgekehrt sei. In der Zwischenzeit möge ihn Camerarius grüßen.

Sabinus habe die bittere Schrift des Illyricus (sc. Matthias Flacius) gelesen. Es tue ihm leid, dass die Sache so weit gekommen sei, er fürchte, dass dieser Streit den Untergang für die (protestantischen) Universitäten bedeute.

Grüße an die Gattin (Anna), den Schwiegersohn (Esrom Rüdinger), (Georg) Joachim Rheticus und die übrigen Hausgenossen (domestici).

(Manuel Huth)

Literatur und weiterführende Links