Schübell, Christliche gedechtnüß der Frawen Marie Cleophe (dt.), 1543

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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Drucktitel Christliche gedechtnüß oder Grabschriefften weylandt der Christlichen (...) Frawen Marie Cleophe Herrn Georgen Voglers Marggreuischen Raths etc. ehlichen haußfrawen. Erstlich inn Latein beschrieben und auß dem selben inn teutsch Reuemen gebracht. (...) Zu ehren der Gotsforchtigen (...) Frawen Helena gebornen Bernpeckin gemelts Herrn Georgen Voglers ytzigen Ehlichen Haußfrawen. Durch Heinrichen Schübell Lateinischer Schuolmeyster zu Windßheim verteutschet
Zitation Christliche gedechtnüß oder Grabschriefften weylandt der Christlichen (...) Frawen Marie Cleophe Herrn Georgen Voglers Marggreuischen Raths etc. ehlichen haußfrawen. Erstlich inn Latein beschrieben und auß dem selben inn teutsch Reuemen gebracht. (...) Zu ehren der Gotsforchtigen (...) Frawen Helena gebornen Bernpeckin gemelts Herrn Georgen Voglers ytzigen Ehlichen Haußfrawen. Durch Heinrichen Schübell Lateinischer Schuolmeyster zu Windßheim verteutschet, bearbeitet von Marion Gindhart (06.12.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/Schübell,_Christliche_gedechtnüß_der_Frawen_Marie_Cleophe_(dt.),_1543
Sprache Deutsch
Druckort Nürnberg
Drucker/ Verleger: Johann Günther
Druckjahr 1543
Bemerkungen zum Druckdatum Das Druckjahr ist gesichert (TB), der Widmungsbrief des Übersetzers Heinrich Schübell datiert von Neujahr 1543.
Unscharfes Druckdatum Beginn 1543/01/01
Unscharfes Druckdatum Ende 1543/01/31
Auflagen Wittenberg, Georg Rhau, 1572 (lat.); Nürnberg: Johann Günther, 1543 (dt.)
Bibliothekarische Angaben
VD16/17 VD16 E 1751
Baron
VD16/17-Eintrag http://gateway-bayern.de/VD16+E+1751
PDF-Scan http://nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-bsb00026873-8, http://data.onb.ac.at/ABO/+Z182734902
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Schlagworte / Register Epitaphium
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Bearbeiter Benutzer:MG
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Bearbeitungsdatum 6.12.2019
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Drucktitel Christliche gedechtnüß oder Grabschriefften weylandt der Christlichen (...) Frawen Marie Cleophe Herrn Georgen Voglers Marggreuischen Raths etc. ehlichen haußfrawen. Erstlich inn Latein beschrieben und auß dem selben inn teutsch Reuemen gebracht. (...) Zu ehren der Gotsforchtigen (...) Frawen Helena gebornen Bernpeckin gemelts Herrn Georgen Voglers ytzigen Ehlichen Haußfrawen. Durch Heinrichen Schübell Lateinischer Schuolmeyster zu Windßheim verteutschet
Zitation Christliche gedechtnüß oder Grabschriefften weylandt der Christlichen (...) Frawen Marie Cleophe Herrn Georgen Voglers Marggreuischen Raths etc. ehlichen haußfrawen. Erstlich inn Latein beschrieben und auß dem selben inn teutsch Reuemen gebracht. (...) Zu ehren der Gotsforchtigen (...) Frawen Helena gebornen Bernpeckin gemelts Herrn Georgen Voglers ytzigen Ehlichen Haußfrawen. Durch Heinrichen Schübell Lateinischer Schuolmeyster zu Windßheim verteutschet, bearbeitet von Marion Gindhart (06.12.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/Schübell,_Christliche_gedechtnüß_der_Frawen_Marie_Cleophe_(dt.),_1543
Sprache Deutsch
Druckort Nürnberg
Drucker/ Verleger: Johann Günther
Druckjahr 1543
Bemerkungen zum Druckdatum Das Druckjahr ist gesichert (TB), der Widmungsbrief des Übersetzers Heinrich Schübell datiert von Neujahr 1543.
Unscharfes Druckdatum Beginn 1543/01/01
Unscharfes Druckdatum Ende 1543/01/31
Auflagen Wittenberg, Georg Rhau, 1572 (lat.); Nürnberg: Johann Günther, 1543 (dt.)
Bibliothekarische Angaben
VD16/17 VD16 E 1751
VD16/17-Eintrag http://gateway-bayern.de/VD16+E+1751
PDF-Scan http://nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-bsb00026873-8, http://data.onb.ac.at/ABO/+Z182734902
Schlagworte / Register Epitaphium

Streckenbeschreibung

  • Bl. A2r-A3v: Veit Dietrich - Vorrede an den Christlichen Leser.
Der Nürnberger Stadtprediger Veit Dietrich lobt die Epitaphien christlich Verstorbener als Erinnerungsorte und nützliche wie tröstliche exempla für die Lebenden. Auf der anderen Seite agitiert er gegen den Memorialkult, den die "Papisten" mit Johannes Eck betreiben, der seinen Lohn am Jüngsten Tag empfangen werde. Diesem werden die Epitaphien etlicher trefflicher menner (A3r) auf Maria Cleophas gegenübergestellt, die als leuchtendes Vorbild für andere Matronen (ebd.) gelten kann, welche dann ihrerseits eine entsprechende postume memoria erwarten können.
  • Bl. A4r-B1r: Heinrich Schübell - Der Gotsforchtigen / erbarn / unn Tugentliebenden Frawen / Helena Voglerin / geborne Bernpeckin / zu Windßheim / Meiner goenstigen lieben Frawen / unn gevaterrn.
Schöbell widmet seine Übersetzung der zweiten Ehefrau von Georg Vogler, Helena geb. Bernpeck, verbunden mit Neujahrswünschen. Die lat. Epitaphien nannten die rechte tugent / und gaben / damit ein Christlich frumbs Weyb gezieret sein soll (A4r). Diese werden in der Widmung noch einmal memoriert und in ihrem exemplum-Charakter herausgestellt. Schöbell habe die Übersetzung auf ausdrücklichen Wunsch von Helena verfertigt. Dies komme nun auch allen anderen Lateinunkundigen zugute, die dadurch zur Gotßseligkeyt bewegt werden moechten (A4v).
  • Bl. B1v-B2v: Grabschriefft / Herrn Philippi Melanthon.
  • Bl. B2v-B3v: Ein anders. Auß Kriechischer sprach verteutscht. Hieronimi Wolfii.
  • Bl. B3v-B4v: Ein anders von H(errn) Joachimo Camerario / beschrieben. (Incipit: "Steh still alhie du frembder Mann") (Werkbeschreibung)

    (Kurzbeschreibung einblenden )

    Das Gedicht ist als Aufschrift auf dem Grab der Maria Cleophas Vogler inszeniert. Die Verstorbene spricht den Leser an, der nach der Lektüre des Epitaphs fröhlicher seinen Weg fortsetzen soll. Sie verweist auf ihr von Schicksalsschlägen und Unglücken geprägtes Leben und die Erlösung in Gott. Sie nennt ihren Namen und den ihres beruembten man, Georg Vogler. Nach dem Tod ihrer Kinder widmete sie sich ganz der Armenfürsorge. Sie nennt ihre Tugenden und ihr christliches Leben, das ihr nach langer Krankheit nun ein besser leben in Christus gewährt. Der Tod ist also kein Grund für Trauer – der Leser solle sich mit ihr über das erlangte ewige Leben freuen.

  • Bl. B4v-C1r: Ein anders / auch H(errn) Joachimi / etc. (Incipit: "Maria Cleophe hie leyt") (Werkbeschreibung)

    (Kurzbeschreibung einblenden )

    Das Gedicht ist als Aufschrift auf dem Grab der Maria Cleophas Vogler inszeniert und beschreibt kurz die Stationen ihres Lebens und ihre Tugenden als treue und verlässliche Ehefrau auch in Krisen und als christliche Wohltäterin gegenüber den Armen. Die schweren Zeiten bewältigte sie mit Gottes Hilfe. Nun habe sie ihre Seele Christus empfohlen. Man dürfe also nicht über ihren Tod trauern, da sie das ewige Leben erlangen werde.

  • Bl. C1r/v: Ein anders / auch H(errn) Joachimi. (Incipit: "Hie ligt begraben Maria Cleophe") (Werkbeschreibung)

    (Kurzbeschreibung einblenden )

    Epitaph in Prosa, das die Tugenden von Maria Cleophas Vogler auflistet (christliches Leben, Armenfürsorge, Treue und Zuverlässigkeit als Ehefrau, Geduld in schwerer Krankheit, bevor sie ihr Leben dann Christus überantwortet hat), das Sterbedatum nennt sowie ihren Mann Georg Vogler als Stifter des Epitaphs.

  • Bl. C1v-C2v: Ein anders / Johann Stigelii / etc.
  • Bl. C2v-D1r: Ein anders / Johannis Marcelli von Künigsperg.
  • Bl. D1r/v: Ein anders / Vincentii Obsopey / etc.
  • Bl. D1v-D2r: Ein anders / H(errn) Thomae Venatorii.
  • Bl. D2r/v: Ein anders / auch H(errn) Thomae Venatorii. Gesprechsweyß gestelt.
  • Bl. D2v-D3r: Ein anders / auch H(errn) Thomae Venatorii.
  • Bl. D3r/v: Ein anders / auch H(errn) Thomae Venatorii.
  • Bl. D3v-D4v: Ein anders / M(agistri) Veyten von Windßheym.

Forschungsliteratur

  • Foresta, Patrizio: "Die rechte tugent und gaben" eines "Christlich frumbs Weyb". Überlegungen zur frühneuzeitlichen Drei-Stände-Lehre am Beispiel des Ehepaars Maria Cleophe und Georg Vogler (1542-1543). In: Politischer Aristotelismus und Religion in Mittelalter und Früher Neuzeit. Hg. v. Alexander Fidora u.a. Berlin 2007, S. 131-138 (kritisch zu benutzen).
  • Huber, Wolfgang: Georg Vogler (1486/87-1550), Kanzler der Markgrafen von Brandenburg-Ansbach und Vorkämpfer der Reformation. In: Zeitschrift für bayerische Kirchengeschichte 77 (2008), S. 52-82, hier S. 80.

Druckgeschichte

Die vorliegende Ausgabe ist eine Übersetzung der lateinischen Epitaphiensammlung von 1542. In seiner Widmung an die zweite Frau Georg Voglers, Helena geb. Bernpeck, verweist Heinrich Schübell darauf, dass es sich bei seiner Übersetzung um eine Auftragsarbeit aus dem Hause Vogler gehandelt und er sie auf ausdrücklichen Wunsch der (lateinunkundigen) Helena angefertigt habe.