Seidel an Camerarius, 01.05.1563

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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 Briefdatum
Seidel an Camerarius, 30.09.156330 September 1563 JL
Camerarius an Seidel, 01.03.15681 März 1568 JL
Werksigle OCEp 0370
Zitation Seidel an Camerarius, 01.05.1563, bearbeitet von Ulrich Schlegelmilch und Manuel Huth (10.03.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0370
Besitzende Institution München, BSB
Signatur, Blatt/Seite Clm 10366, Nr. 108
Ausreifungsgrad Original
Erstdruck in Camerarius, Epistolae doctorum, 1568
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck Bl. E5v-E6r
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen Tentzel/Dinckel 1701, 1. Teil, S. 10-11
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Bruno Seidel
Empfänger Joachim Camerarius I.
Datum 1563/05/01
Datum gesichert? ja
Bemerkungen zum Datum Calend. Maii
Unscharfes Datum Beginn
Unscharfes Datum Ende
Sprache Latein
Entstehungsort Arnstadt
Zielort Leipzig
Gedicht? nein
Incipit Vidi et legi libellos duos, quibus historiam vitae
Link zur Handschrift http://nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-bsb00111086-3
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register Parallelüberlieferung (Briefe); Redaktionelle Überarbeitung; Nachlass (Hessus); Edition
Handschrift gesehen
Bearbeitungsstand validiert
Notizen
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:US; Benutzer:MH
Gegengelesen von Benutzer:US
Datumsstempel 10.03.2020
Werksigle OCEp 0370
Zitation Seidel an Camerarius, 01.05.1563, bearbeitet von Ulrich Schlegelmilch und Manuel Huth (10.03.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0370
Besitzende Institution München, BSB
Signatur, Blatt/Seite Clm 10366, Nr. 108
Ausreifungsgrad Original
Erstdruck in Camerarius, Epistolae doctorum, 1568
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck Bl. E5v-E6r
Sonstige Editionen Tentzel/Dinckel 1701, 1. Teil, S. 10-11
Fremdbrief? nein
Absender Bruno Seidel
Empfänger Joachim Camerarius I.
Datum 1563/05/01
Datum gesichert? ja
Bemerkungen zum Datum Calend. Maii
Sprache Latein
Entstehungsort Arnstadt
Zielort Leipzig
Gedicht? nein
Incipit Vidi et legi libellos duos, quibus historiam vitae
Link zur Handschrift http://nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-bsb00111086-3
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Register Parallelüberlieferung (Briefe); Redaktionelle Überarbeitung; Nachlass (Hessus); Edition
Datumsstempel 10.03.2020


Zielort aus Handschrift.

Regest

Seidel habe die beiden (Brief-)bücher gelesen (= De Helio Eobano Hesso, 1553 und den Libellus alter, 1557), in denen Camerarius von dem Leben, den Taten und einigen Schriften des herausragenden Dichters (Helius) Eobanus Hessus berichtet habe. Wie er höre, sei bereits ein drittes Buch erschienen, das Seidel noch nicht gesehen habe (= der Tertius libellus, 1561).

Seidel habe sich sehr über das Vorwort mit den klaren Äußerungen zu den Prinzipien der Edition gefreut und bemerkt, wie angenehm für Camerarius die Erinnerung an diese Zeiten sei. Auch Seidel habe der Glanz und die Rechtschaffenheit der gelehrten Männer sehr beeindruckt. Daher habe er bei sich gedacht, es werde Camerarius nicht unangenehm sein, wenn jeder, der etwas beitragen könne, die Edition dieser historia unterstütze und (durch Übersendung von Briefen) bereichere.

Hier (in Arnstadt) lebe ein adliger und ehrbarer Mann, Gerlach von der Margarethen und Lauenburg, ein Sohn eben jenes Herbard (d.Ä.), der damals beim Mainzer Kurfürsten Albrecht (von Brandenburg) in höchstem Ansehen gestanden hatte und später auch bei den Kaisern Maximilian und Karl. Mit Camerarius sei er nicht nur (persönlich) bekannt, sondern sogar befreundet gewesen.

In seiner Bibliothek habe Seidel unter anderem einen riesigen handschriftlichen Band mit Briefen von (Konrad) Mutian gesehen und mit einigen Briefen von und an Hessus. Außerdem enthalte der Band einige Gedichte, die Hessus anscheinend als ganz junger Mann verfasst habe.

Falls Camerarius einige Stücke aus dieser Sammlung wolle, solle er es Seidel mitteilen, und dieser werde relevante Briefe und Gedichte abschreiben lassen, denn vermutlich werde Gerlach ihnen nicht einfach so den ganzen Briefband überlassen, da er sehr viele Briefe über private Dinge enthalte. Camerarius möge diese Bemühungen Seidels gut aufnehmen.

Empfehlung des Überbringers, Herbards d.J., des Enkels des oben erwähnten Herbard. Camerarius möge ihn zum Studium ermutigen und mit seinem Rat unterstützen.

Lebewohl.

(Manuel Huth)

Literatur und weiterführende Links