Stramburger an Camerarius, 15.11.1547

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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Werksigle OCEp 0423
Zitation Stramburger an Camerarius, 15.11.1547, bearbeitet von Manuel Huth (27.11.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0423
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae doctorum, 1568
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck Bl. Q1r/v
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Johann Stramburger
Empfänger Joachim Camerarius I.
Datum 1547/11/15
Datum gesichert? ja
Bemerkungen zum Datum XVII. Calen. Decembr.
Unscharfes Datum Beginn
Unscharfes Datum Ende
Sprache Latein
Entstehungsort Augsburg
Zielort Leipzig
Gedicht? nein
Incipit Credere non potes quam ego hic invitus detinear
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register Briefe/Bittschreiben; Reichstag 1547/48 (Augsburg)
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand korrigiert
Notizen
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MH
Gegengelesen von
Datumsstempel 27.11.2019
Werksigle OCEp 0423
Zitation Stramburger an Camerarius, 15.11.1547, bearbeitet von Manuel Huth (27.11.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0423
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae doctorum, 1568
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck Bl. Q1r/v
Fremdbrief? nein
Absender Johann Stramburger
Empfänger Joachim Camerarius I.
Datum 1547/11/15
Datum gesichert? ja
Bemerkungen zum Datum XVII. Calen. Decembr.
Sprache Latein
Entstehungsort Augsburg
Zielort Leipzig
Gedicht? nein
Incipit Credere non potes quam ego hic invitus detinear
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Register Briefe/Bittschreiben; Reichstag 1547/48 (Augsburg)
Datumsstempel 27.11.2019


Zielort mutmaßlich. Im Kodex München, BSB, Clm 10360 ist nicht das handschriftliche Original überliefert.

Regest

Camerarius werde nicht glauben können, mit welchem Unwillen Stramburger hier (in Augsburg) zurückgehalten werde. Weder dürfe noch könne er all die Gründe erklären. Er empfinde es als äußerst lästig, so lange von seinen Büchern, seinen Kindern und seiner gesundheitlich schwachen Frau ferngehalten uz werden, ganz zu schweigen davon, dass man hier bereits mit Seuchen konfrontiert werde und das Ende der Verhandlungen (auf dem Reichstag) noch nicht absehbar sei. Irgendjemand sei dafür verantwortlich, dass sie sich länger hinzögen als irgendjemand erwartet hätte. Einige behaupteten gar, dass vor dem 15. März nicht mit einem Ende zu rechnen sei. Er wolle nicht schreiben, was aus ihm werde, wenn sich diese Befürchtungen bewahrheiteten.

Er wisse nicht, wie man ihm helfen könnte, es sei denn Camerarius und (Philipp) Melanchthon setzten sich bei demjenigen ein, der leicht erwirken könne, dass man Stramburger von diesen Verpflichtungen entbinde (gemeint ist wohl Moritz von Sachsen?), so dass er an die Universität (Leipzig) zurückkehren könne. Melanchthon und Camerarius werden seine Bemühungen für nützlich halten, zumal bereits einige Leute an Stramburger geschrieben hätten, dass dies sehr gewünscht sei.

Die hiesigen (juristischen) Kollegen könnten seiner leicht entbehren oder einen Nachfolger für ihn finden. Stramburger könne seine vielen Ängste nicht unterdrücken. Aber er vertraue auf die Klugheit (von Camerarius und Melanchthon) und ihr Wohlwollen.

Lebewohl. Grüße an Matthäus (Irenäus).

(Manuel Huth)