Camerarius an Schwendi, 25.05.1567

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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 Briefdatum
Schwendi an Camerarius, 20.11.156620 November 1566 JL
Camerarius an Schwendi, 05.06.15665 Juni 1566 JL
Camerarius an Schwendi, 01.08.15651 August 1565 JL
 Briefdatum
Camerarius an Schwendi, 05.10.15705 Oktober 1570 JL
Werksigle OCEp 0932
Zitation Camerarius an Schwendi, 25.05.1567, bearbeitet von Manuel Huth, Ulrich Schlegelmilch und Moritz Stock (23.12.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0932
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1595
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 049-050
Zweitdruck in Onosander, Strategikos, 1595
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck Bl. c1v-c2v
Sonstige Editionen Ein Auszug des Briefes befindet sich in Camerarius, Commentarius alter de Turcicis imperatoribus, 1598, S. 76.
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Lazarus von Schwendi
Datum 1567/05/25
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum im Briefband "25. die M. vlt. 67"; offenbar verlesen und in der Onosander-Ausgabe richtiggestellt zu "XXV. die Maii. Anno M.D.LXVII". Das frühere Datum ist plausibler, da der Brief als Antwort auf ein zuvor abgedrucktes Schreiben Sch.s aus Kaschau vom 20.11.1566 (OCEp 1397) bezeichnet ist.
Unscharfes Datum Beginn
Unscharfes Datum Ende
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort o.O.
Gedicht? nein
Incipit Reverso mihi ad Academiam ex patria mea
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? ja
Paratext zu Onosander, Strategikos, 1595
Kurzbeschreibung Dank für ein Geschenk und Schwendis Wertschätzung. Camerarius habe sich in letzter Zeit mit der Geschichte der Türken beschäftigt.
Anlass
Register Briefe/Parallelüberlieferung; Biographisches (Reise); Werkgenese; Türkenkriege/Türkengefahr; Geschenksendung
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand korrigiert
Notizen
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MH; Benutzer:US; Benutzer:MS
Gegengelesen von
Datumsstempel 23.12.2019
Werksigle OCEp 0932
Zitation Camerarius an Schwendi, 25.05.1567, bearbeitet von Manuel Huth, Ulrich Schlegelmilch und Moritz Stock (23.12.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0932
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1595
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 049-050
Zweitdruck in Onosander, Strategikos, 1595
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck Bl. c1v-c2v
Sonstige Editionen Ein Auszug des Briefes befindet sich in Camerarius, Commentarius alter de Turcicis imperatoribus, 1598, S. 76.
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Lazarus von Schwendi
Datum 1567/05/25
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum im Briefband "25. die M. vlt. 67"; offenbar verlesen und in der Onosander-Ausgabe richtiggestellt zu "XXV. die Maii. Anno M.D.LXVII". Das frühere Datum ist plausibler, da der Brief als Antwort auf ein zuvor abgedrucktes Schreiben Sch.s aus Kaschau vom 20.11.1566 (OCEp 1397) bezeichnet ist.
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort o.O.
Gedicht? nein
Incipit Reverso mihi ad Academiam ex patria mea
Regest vorhanden? ja
Paratext ? ja
Paratext zu Onosander, Strategikos, 1595
Kurzbeschreibung Dank für ein Geschenk und Schwendis Wertschätzung. Camerarius habe sich in letzter Zeit mit der Geschichte der Türken beschäftigt.
Register Briefe/Parallelüberlieferung; Biographisches (Reise); Werkgenese; Türkenkriege/Türkengefahr; Geschenksendung
Datumsstempel 23.12.2019


Regest

Nach der Rückkehr aus der Heimat (Bamberg), wo er bestimmter Geschäfte wegen (certorum negotiorum causa) war, an die Universität, sei Camerarius dieser Tage das freigebige Geschenk (munus benignitatis tuae) überbracht worden, das Schwendi letztes Jahr in einem Brief angedeutet hatte. Eleganz und Wert hätten ihn erfreut. Denn warum solle er nicht die Wahrheit sagen und eine menschliche Empfindung verhehlen? Noch mehr Freude habe ihm Schwendis einzigartiges Wohlwollen und seine hohe Meinung von ihm bereitet. Er sei nämlich von der Pindarischen Sentenz überzeugt, dass glücklich sei, wer einen guten Ruf genieße (Pindar, Pythia 11,58?). Die Gunst hervorragender Männer könne man nur gewinnen, indem ruhmreiche Arbeiten Beachtung finden. Weshalb Camerarius sich besonders freue.

In der Zeit seiner Abwesenheit (aus Leipzig) habe er sich meist mit der Geschichte der Türken befasst. Er sei auf italienische und französische Schriften gestoßen, aus denen er glaubt, etwas lesenswertes zusammengestellt zu haben. Doch zur Ausarbeitung bräuchte Camerarius Zeit und eine bessere Gesundheit. Trotzdem habe er etwas herausgeschnitzt, was nicht gänzlich zu verachten sei.

Wenn irgendetwas dieser Art zufällig zum Vorschein komme, werde er dafür sorgen, dass Schwendi es erhält.

Camerarius habe von Schwendis denkwürdigen Taten (in Ungarn) gehört, doch würde auch von Hemmnissen erzählt. Nach Manilius (4,94-96) sei häufig der Tugendhafte im Unglück, der Schurke aber im Glück, schlechter Rat ernte Lohn während Umsicht versage, Fortuna erkenne Beweggründe nicht an und folge nicht dem, der es verdient. Doch daraus würde eine für einen Brief ungeeignete Diskussion erwachsen, weshalb Camerarius nun Schluss mache.

Lebewohl.

(Moritz Stock)

Anmerkungen

  • Der Ausschnitt des Briefes im "Commentarius alter de rebus Turcicis" umfasst nur den zweiten Absatz des Regests.
  • Der Druck des Briefes in der Briefsammlung weist im Vergleich zur Onosanderausgabe (neben der unterschiedlichen Datierung) einige orthographische und grammatikalische Unterschiede auf. Hinzu kommen drei Auslassungen: humaniss. [simul ac prudentiss.] scriptis; polliceri possim, [hoc tempore] non reperio; non epistolica disputatio [quam antea ad te mittere studuimus], quare finem facio.