Camerarius an Stojus, 1566

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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 Briefdatum
Camerarius an Stojus, 30.10.156430 Oktober 1564 JL
Camerarius an Stojus, 11.01.156311 Januar 1563 JL
Camerarius an Stojus, 05.07.15625 Juli 1562 JL
 Briefdatum
Camerarius an Stojus, 18.11.156618 November 1566 JL
Camerarius an Stojus, 13.08.156713 August 1567 JL
Stojus an Camerarius, spätestens 15681568 JL
Werksigle OCEp 1221
Zitation Camerarius an Stojus, 1566, bearbeitet von Manuel Huth und Anne Kram (02.03.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_1221
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1595
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 426-427
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Matthias Stojus
Datum 1566
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum
Unscharfes Datum Beginn
Unscharfes Datum Ende
Sprache Latein
Entstehungsort o.O.
Zielort o.O.
Gedicht? nein
Incipit Iam obsignaveram literas, quas ad te scripseram
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register Edition; Politische Neuigkeiten; Biographisches (Krankheit)
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand korrigiert
Notizen 2. Absatz, 2. Teil: Sinn getroffen? - Satz ist definitiv grammatisch schief, ich habe ihn dennoch etwas abgeändert, bitte mal prüfen, ob das so in Ordnung ist. US 5.12.19

Severinus: Der einzige in Frage kommende Arzt ist eigentlich Severin Göbel. Problem: Der war i.d.R. in Ostpreußen (vgl. Bernsteinöl!). Einzige Ausnahmen, die wir kennen, sind 1557/58 in Wittenberg und Ffm, 1575 in Leipzig, 1595 in Halle. Göbel schreibt am 15.4.66 aus Königsberg, siehe Trew Gobel 6. JC ist definitiv nicht in Preußen - war er je dort? -, s. die unsichere Kenntnis von Albrechts Krankheit. Natürlich kann auch die Datierung auf 1566 ganz falsch sein. Nur: Wenn es G. ist und er JC behandelt hat, kann es nur 1557/58 sein. Darauf paßt m.E. der Türkenkriegsabschnitt nicht. Fazit: Ignoramus. US 5.12.19

Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MH; Benutzer:AK
Gegengelesen von Benutzer:US
Datumsstempel 2.03.2020
Werksigle OCEp 1221
Zitation Camerarius an Stojus, 1566, bearbeitet von Manuel Huth und Anne Kram (02.03.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_1221
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1595
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 426-427
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Matthias Stojus
Datum 1566
Datum gesichert? nein
Sprache Latein
Entstehungsort o.O.
Zielort o.O.
Gedicht? nein
Incipit Iam obsignaveram literas, quas ad te scripseram
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Register Edition; Politische Neuigkeiten; Biographisches (Krankheit)
Datumsstempel 2.03.2020


Regest

Nachdem er seinen Brief an Stojus versiegelt hatte, habe Camerarius einen Brief von ihm erhalten, zusammen mit einigen Versen, die er noch nicht habe durchlesen können.

Die Buchdruckereien lägen darnieder, und Werke, die sich nicht sofort mit Gewinn verkauften, würden nicht gedruckt. Deshalb würden Camerarius' kleine Werke auch nicht herausgegeben, da er die Kosten für seine nugae nicht aufbringen wolle. Aber er werde sehen, was möglich sei. Stojus' Brief habe Camerarius' Schmerz, den er ihm zu Beginn verursacht hatte, mit erstaunlicher ärztlicher Kunstfertigkeit ziemlich gelindert. Denn nichts sei für ihn erfreulicher, als dass Stojus Camerarius' Studien erwähne. Wenn er bei Schriften von Camerarius haben wolle, die auch dieser selbst für gut halte, so werde klar, dass Stojus sich gründlich mit ihnen beschäftige und eine gewisse Hoffnung für deren Bedeutung und Fortleben habe, während Camerarius oft tiefste Verzweiflung packe. Aber noch könne er aus gewissen Gründen nichts (Zuverlässiges) sagen. Er werde es aber sorgfältig untersuchen.

Über die pannonischen Zustände (s. Anm.) könne er nichts weiter schreiben und das bisher Gesagte sei schlimm genug. Er habe dennoch gerade in Erfahrung gebracht, dass den Italienern das ungarische Klima (coelum) nicht zusage - und, wie er glaube, auch die türkischen Geschosse. Mehr als ein Drittel des kaiserlichen Heeres soll durch Krankheiten umgekommen sein. Auch der Graf von Schwarzburg soll immer noch schwer erkrankt sein. Gottes Zorn müsse also besänftigt werden.

Um die Gesundheit von Albrecht von Preußen solle es sehr schlecht stehen und er bitte inständig um Gottes Beistand für ihn.

Camerarius selbst plage ein lästiges Nierenleiden und bei den geringsten Bewegungen sei sein Urin blutig. Severinus sei bei ihm, der diese Krankheit gewöhnlich mit Pillen und Bernsteinöl behandle. Camerarius erbitte Stojus' Meinung über dieses Medikament. Er verabschiede sich, denn er habe keine Zeit, mehr zu schreiben. Dem Fürsten solle er, wenn er es für angemessen halte, Grüße ausrichten.

(Anne Kram)

Anmerkungen

Literatur und weiterführende Links