INSIGHT

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INSIGHT

Das Projekt

Sammlungsobjekt des Adolf-Würth-Zentrums, (C)Adolf-Würth-Zentrum für Geschichte der Psychologie Würzburg


INSIGHT führt die bisher unverbundenen kunst- und humanwissenschaftlichen Sammlungen der Julius-Maximilians-Universität Würzburg unter einer gemeinsamen Forschungsfrage zusammen. INSIGHT untersucht, welche Bedeutungen der Blick und das Sehen in Praxisfeldern und Forschungskontexten der Sammlungen haben und macht so die Prozesse des Sehens zum Gegenstand gemeinsamer Sammlungsforschung. Die ethischen, ästhetischen und historischen Dimensionen des Blicks, die Bedeutung und Darstellung des Sehens als kulturelle Handlung, sind Anlass und Leitmotiv für eine koordinierte Erschließung und Digitalisierung exemplarischer Bestände der einzelnen Sammlungen, ihrer Aktivierung für Forschungs- und Lehrzwecke, ihrer Vermittlung für eine breitere Öffentlichkeit durch Workshops und Ausstellungen sowie ihrer digitalen Repräsentation und interdisziplinären Vernetzung.

Signaturen des Blicks

Sammlungsobjekt des Martin-von-Wagner-Museums, (C)Martin-von-Wagner-Museum der Universität Würzburg, Foto: P. Neckermann


Den Signaturen, der Darstellung und der Reflexion des eigenen und des fremden Blicks und die mit ihm verbundenen Facetten des Sehens kommt von der Antike bis in die Gegenwart eine große Bedeutung zu. Blick und Sehen sind ein zentraler Zugang des Menschen zur Welt. Sie erfassen menschliche Selbst-, Welt- und Sozialverhältnisse in konstitutiver Weise. Der Blick und das Sehen sind dabei nicht nur Erkenntnismodelle, sondern vor allem Handlungsmodelle. Die Sammlungsobjekte als Handlungsmodell zu untersuchen, die durch Erziehung, durch soziokulturelle Praktik, historische Kontingenzen, spezifische Technologien und Professionsverständnisse bedingt und figuriert sind ist das zentrale Forschungsziel von INSIGHT. In einem „Blick-Portal“ entsteht durch INSIGHT das digitale Schaufenster der Sammlungen nach Außen.

Objekt des Monats

"Anatomie der Sinnesorgane", (C)Forschungsstelle für Historische Bildmedien der Universität Würzburg


Das Schulwandbild "Anatomie der Sinnesorgane" befindet sich in der Sammlung der Forschungsstelle für Historische Bildmedien und ist um 1900 im Verlag A. Brun's Boghandel in Trondheim erschienen. Es ist eine Tafel aus der Serie: Dybdahl, Anatomische und zoologische Wandtafeln, I. Abteilung: Der Mensch" und wurde, obwohl vermutlich in Norwegen erschienen, auch in Deutschland vertrieben. Die Würzburger Forschungsstelle beherbergt Europas umfangreichste Sammlung von Schulwandbildern mit ca. 20.000 Originalen aus einem Zeitraum von 150 Jahren zu allen Unterrichtsfächern. Zur Forschungsstelle gehört eine Spezialbibliothek mit u.a. Lehrmittelzeitschriften, Begleitkommentaren und Verlagskatalogen.