Lehrveranstaltungen

Aus Insight
Wechseln zu: Navigation, Suche

Lehrveranstaltungen


Erstitage in der Forschungsstelle für Historische Bildmedien, (C) Forschungsstelle für Historische Bildmedien der Universität Würzburg

INSIGHT erarbeitet verschiedene Lehrformate, um die Sammlungen nachhaltig in der Lehre zu verankern. Eine übergreifende Basiskompetenz der Bildkritik findet in dieser forschungsbasierten Lehre Berücksichtigung. In einer objektbasierten kritisch-reflexiven Sammlungsarbeit legt INSIGHT den Fokus dabei auf disziplinübergreifende Seminare und Projekte. Es stehen neben fachspezifischen Kompetenzen Methoden- und Sozialkompetenz im Vordergrund.


Die Lehrveranstaltungen im Überblick:

Das Modul INSIGHT-Parcours ist ein interdisziplinäres Modul. Es ist für Studierende der Medizin, der Psychologie, der Pädagogik, der Kunstgeschichte, der Altertumswissenschaften sowie der Lehrerbildung geöffnet und wird im Bereich der Schlüsselqualifikation und für ein GSiK-Zertifikat angeboten. Auch Abschlussarbeiten sind in dieses Modul integrierbar.

Moduleinheit 1: Museum Practice & CaseTrainCollect (Museologie/Universitätsbibliothek)

Moduleinheit 2: Ethik des Blicks (Medizinhistorische Sammlungen)

Moduleinheit 3: Ästhetik des Sehens (Martin-von-Wagner-Museum)

Moduleinheit 4: Technologien des Sehens (Adolf-Würth-Zentrum)

Moduleinheit 5: Erziehung des Blicks (Forschungsstelle Historische Bildmedien)

„Delivery Insight“ bietet eine Einführung in die Grundlagen der musealen Wissensvermittlung. Die Präsentation von in Ausstellungsprojekten wissenschaftlich gewonnenen Erkenntnissen bildet die Kernfrage. Diese Übung steht Studierenden aller am Projekt beteiligten Fächer (Pädagogik, Psychologie, Medizin, Kunstgeschichte) offen. (Martin-von-Wagner-Museum)

Anhand von Objekten des Martin von Wagner Museums wird in diesem Seminar gezeigt, dass die Kunstübung des frühneuzeitlichen Historienbildes in der Vermittlung von geschichtlichen Inhalten in der Moderne fortlebte und diese konditionierte. (Kunstgeschichte/Geschichtsdidaktik)

Das Seminar unterrichtet objektzentriert, indem Studierende zunächst in einer Übung „rätselhafte Objekte“ ohne Informationsmaterial den Objekten begegnen: Sie erlernen hier das aufmerksame Betrachten des Objekts hinsichtlich seiner Größe, Farbe und Materialität. Neben dem Messen, Wiegen und Fotografieren, erkunden sie Ästhetik und Funktion des Objekts. Im zweiten Schritt erarbeiten Studierende sich das Objekt in seinem Kontext anhand von Quellen und Forschungsliteratur. Mit Texten aus der Medizintheorie und den Kulturwissenschaften sollen Studierende angeleitet werden, das Sehen, das Blicken theoretisch zu reflektieren und das „professionalisierte Blicken“ theoretisch zu beschreiben und zu reflektieren. Das Objekt wird in diesem als „materielle Kultur“ als „Ding“ dieser medizinischen Praktiken des Sehens analysiert. [Objekte: Touchierapparat nach Adam Elias von Siebold, 1843; Speculum nach Lisfranc, frühes 19. Jh.; Specula aus der Hautklinik; Röhrenspecula; Wachsmoulagen der Universitätsfrauenklinik; Wachsmoulagen aus der Hautklinik mit verschiedenen Stadien der Syphilis, ein Holzkasten mit Glasplattendias zu Geschlechtskrankheiten, frühes 20. Jh.] (Wahlfach Vorklinik, 2.& 3. Semester) (Medizinhistorische Sammlungen)

Der ärztliche Blick auf den kranken Menschen in Fotografie und Film im 19. und 20. Jahrhundert Die Vorlesung thematisiert die Verbindung zwischen der Entstehung von Patientenfotografie und Patientenfilmen, die in erster Linie in der medizinischen Lehre seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert eingesetzt wurden. Anhand von medizinischem fotografischem und filmischem Lehrmaterial wird die historische Dimension von Techniken der Objektivierung und Naturalisierung des medizinischen Blicks auf den Menschen analysiert und problematisiert. Studierenden, die täglich mit einer Vielzahl von bewegten und unbewegten Bildern umgeben sind, soll die historische Kontingenz des medizinischen und ärztlichen Blickens im 19. und 20. Jahrhunderts vermittelt werden. Dabei soll die Vorlesung interaktive Elemente enthalten, um Studierende das „Sehen“ im professionellen Kontext als erlernte sowie gesellschaftlich und kulturell strukturierte „Aktivität“ bewusst zu machen. (6. Semester, klinischer Abschnitt) (Medizinhistorische Sammlungen)

In diesem Seminar erarbeiten Masterstudierende des Studienganges Bildungswissenschaft ausgewählte Themenbereiche im Kontext einer “Phänomenologie des Blicks“.(Forschungsstelle Historische Bildmedien)

Im Rahmen des Pflichtbereichs können Studierende des Studiengangs BA-Pädagogik eine wissenschaftliche Projektarbeit zu einem selbstgewählten Bildbestand der Forschungsstelle Historische Bildmedien durchführen. Ziel ist dabei die Anfertigung von Bildbiographien und Blickberichten im Kontext der Aufmerksamkeitspraxis eines reflexiven Sehenlernens. So wird die Verzögerung des Blicks zum Gegenstand des bildungsrelevanten Lernziels „Langsamkeit“ angesichts beschleunigter Bild- und Lebenswelten. (Forschungsstelle Historische Bildmedien)