Teilprojekte

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Teilprojekte

Ästhetik des Sehens

(C) Martin-von-Wagner-Museum der Universität Würzburg, Foto: C. Kiefer

INSIGHT stellt sich unter dem Titel einer Ästhetik des Sehens der sammlungsbezogenen Forschungsfrage, in welchem Verhältnis a.) die bedeutsamen ästhetischen Emanationen des Sehens in der Kunst- und Kulturgeschichte zugleich von den Vorstellungen der physiologischen und psychologischen Determinationen des Menschen abhingen, wie b.) die Ästhetik, die sich ab dem 18. Jahrhundert als Disziplin herausbildet, selbst ein Feld auch humanwissenschaftlicher Forschungen von Medizin, Pädagogik und Psychologie war. Die Ästhetik des Sehens hatte in ihrer Verbindung von bildender Kunst einerseits und andererseits der Untersuchung der Physiognomie und Psychologie des Sehens (insbesondere im Rückgriff auf die Ästhetik Arthur Schopenhauers und Gustav Theodor Fechners) große Effekte auf den wissenschaftlichen Diskurs im 19. und 20. Jahrhundert.

...zum Teilprojekt des Martin von Wagner Museums

...zum Teilprojekt des Adolf-Würth-Zentrums


Ethik des Blicks – Professionalisierte Blicke

Röhrenspekulum nach Segal mit Obturator, frühes 19. Jahrhundert, mehrblättrig, Messing, Obturator aus gebeiztem Kirschholz, restauriert, (C)Sammlung der Universitätsfrauenkllinik Würzburg

In den Wissenschaften etablierten sich Fotografie im 19. und Film im beginnenden 20. Jahrhundert als Kunst des essentiell Wahren, als ‚Naturabdruck‘ und somit schlechthin als visueller Ausdruck der modernen Forschung. Eine Besonderheit stellt die Wachsmoulage als „naturgetreuer“ Abdruck vom kranken Körper dar, die besonders in der Lehre von Haut- und Geschlechtskrankheiten zum Einsatz kam. Neben der Fotografie begann im 19. Jahrhundert die Entwicklung einer Vielzahl von Instrumenten und Apparaten, mit denen z.B. ein Blick in den Körper des Kranken möglich wurde.

...zum Teilprojekt der Medizinhistorischen Sammlungen



Erziehung des Blicks

Schulwandbild (C)Forschungsstelle der Historischen Bildmedien der Universität Würzburg

Der Blick und das Sehen sind als ein wirkmächtiger intentionaler Konstruktionsprozess zu begreifen. Die Erziehung des Blicks und die Wirkungen von Bildern als quasi-erzieherische Subjekte finden historisch explizit mit dem Einsatz von Schulwandbildern Eingang in die pädagogische Reflexion. Schulwandbilder haben als zentrale Bildmedien in den Schulen über Generationen hinweg auf die Blickerziehung eingewirkt, ein national-kulturelles Selbstverständnis geprägt und zur Aufteilung des Sinnlichen beigetragen. Wie wurde aber der Blick gelehrt und wofür sollte ein bestimmter Blick ausgebildet werden? Das Sichtbare der Bilder geht selbst aus bestehenden Ordnungen hervor, so dass das Sehen eine Formulierungsleistung ist, die zwar eine bestimmte Sichtweise festhält, ohne aber die stets fungierende Perspektivität des Blicks zu explizieren.

...zum Teilprojekt der Forschungsstelle Historische Bildmedien