Beiläufig und ungefähr; mehr und noch

Aus Zweidat
Wechseln zu: Navigation, Suche
Buch Matthias (1929): Sprachleben und Sprachschäden. Ein Führer durch die Schwankungen und Schwierigkeiten des deutschen Sprachgebrauchs.
Seitenzahlen 33 - 33
Externer Link zum Kapiteltext

Nur für eingeloggte User:

Unsicherheit

In diesem Kapitel behandelte Zweifelsfälle

Behandelter Zweifelfall:

Lexikalische Konkurrenzen

Genannte Bezugsinstanzen: Mundart, Süddeutsch, Österreich, Schriftsprache, Zeitungssprache, Literatursprache, Hörmann von Hörbach - Ludwig, Chiavacci - Vinzenz, Stifter - Adalbert
Text

Lediglich Einwirkung der Mundart Süddeutschlands und Österreichs ist es, wenn beiläufig, das sich in der Schriftsprache in seiner ursprünglichen Bedeutung: im Vorübergehen, gelegentlich, nebenher festgesetzt hat, im Sinne von ungefähr angewendet wird. Nicht nur fast jede Seite dortiger Zeitungen weist diese Eigenart auf, sondern auch Bücher dorther: Das Klausenkirchlein ist beiläufig (statt etwa) eine Stunde von Kitzbüchel entfernt (v. Hörmann). Besonders ebendort ist auch die Anwendung von mehr anstatt noch in bejahenden Sätzen üblich: Sie hatte nur mehr den einen Gedanken (Chiavacci). An dem Stifterschen Satze: Wir sahen den Park nur mehr als einen dunkeln Fleck in der Ferne liegen, sieht man aber immerhin, wie dieses mehr eine Unklarheit hervorrufen kann, indem es auch an das eigentlich komparativische denken läßt.


Zweifelsfall

Lexikalische Konkurrenzen

Beispiel
Bezugsinstanz Mundart, Süddeutsch, Österreich, Schriftsprache, Zeitungssprache, Literatursprache, Hörmann von Hörbach - Ludwig, Chiavacci - Vinzenz, Stifter - Adalbert
Bewertung

Eigenart, eine Unklarheit hervorrufen kann

Intertextueller Bezug