Bloße Nennform im ersten, Nennform mit zu im zweiten Gliede (besonders nach als)

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Buch Matthias (1929): Sprachleben und Sprachschäden. Ein Führer durch die Schwankungen und Schwierigkeiten des deutschen Sprachgebrauchs.
Seitenzahlen 266 - 266
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Unsicherheit

In diesem Kapitel behandelte Zweifelsfälle

Behandelter Zweifelfall:

Ellipse von zu in koordinierten Infinitivphrasen

Genannte Bezugsinstanzen: Alt, Goethe - Johann Wolfgang, Zeitungssprache
Text

Innerhalb desselben Satzes kommt ein Wechsel in der Fügung vor, insofern die ältere und bessere Fügung ohne zu wohl im ersten Gliede gewahrt, dagegen im zweiten, namentlich wenn dies mit vergleichendem als beginnt, dann doch das zu eingeschoben wird: besser hinausgeschleudert werden auf das unendliche Rätselmeer der Wahrheit, als inmitten der glänzenden Fülle der reichsten Glaubenslehre umzukommen. Zumal bei längerem Ausspinnen der infinitivischen Fügungen wirkt das ganz natürlich; doch erklärt die Verwandtschaft des als mit anstatt zu dieses zu auch sonst leicht genug. So ungleichmäßig wie eine Zeitung so konnte ich nichts Besseres tun als die Worte zu wiederholen, schrieb denn auch Goethe: Mit der Welt muß niemand leben, als wer sie brauchen will; ist er brauchbar und still, sollt er sich lieber dem Teufel ergeben als zu tun, was sie will. Ein andrer Grundsatz Goethes: Es ist besser, das geringste Ding von der Welt zu tun, als eine halbe Stunde für gering halten, mit seiner andern Zuteilung des zu verrät deutlich, daß bei dem Infinitiv als Subjekt das Schwanken nicht geringer ist.


Zweifelsfall

Ellipse von zu in koordinierten Infinitivphrasen

Beispiel
Bezugsinstanz alt, Goethe - Johann Wolfgang, Zeitungssprache
Bewertung

bessere, ungleichmäßig, wirkt das ganz natürlich

Intertextueller Bezug