Ich für mein oder meinen Teil

Aus Zweidat
Wechseln zu: Navigation, Suche
Buch Matthias (1929): Sprachleben und Sprachschäden. Ein Führer durch die Schwankungen und Schwierigkeiten des deutschen Sprachgebrauchs.
Seitenzahlen 40 - 40
Externer Link zum Kapiteltext

Nur für eingeloggte User:

Unsicherheit

In diesem Kapitel behandelte Zweifelsfälle

Behandelter Zweifelfall:

Substantiv: Genusvarianz

Genannte Bezugsinstanzen:
Text

Von Teil hat sich das Neutrum noch in vielen Zusammensetzungen erhalten: das Erb-, Vater-, Mutterteil; Drittel, Viertel, Pflicht-, Gegen-, Hinter-, Ober-, Unter-, Vorderteil, außerdem auch zur Bezeichnung des einer Person Gebührenden, Eigenen oder zu einer Sache Gehörigen (= Anteil), wie es denn heißt: sein Teil dahin haben, dazu gehört ein gut(es) Teil Aberglauben u. ä. Die Verbindungen mit für und einem besitzanzeigenden Fürwort dagegen schwanken schon zwischen Neutrum und Maskulinum: für mein und für meinen Teil. Ausschließlich männlich ist es jetzt, wenn es einen durch Zahl- oder Eigenschaftswörter genau abgegrenzten Teil eines Ganzen bezeichnet: der östliche, der dritte Teil.


Zweifelsfall

Substantiv: Genusvarianz

Beispiel

das Vaterteil, das Erbteil, das Mutterteil, das Drittelteil, das Viertelteil, das Pflichtteil, das Gegenteil, das Hinterteil, das Oberteil, das Unterteil, das Vorderteil, das Anteil, sein Teil, ein gut Teil Aberglauben, ein gutes Teil Aberglauben, für mein Teil, für meinen Teil, der östliche Teil, der dritte Teil

Bezugsinstanz
Bewertung

ausschließlich

Intertextueller Bezug