Hessus an Camerarius, 1526-1533 ba

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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Werksigle OCEp 0051
Zitation Hessus an Camerarius, 1526-1533 ba, bearbeitet von Manuel Huth (03.09.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0051
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, De Helio Eobano Hesso, 1553
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck Bl. G5v-G6r
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Helius Eobanus Hessus
Empfänger Joachim Camerarius I.
Datum
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum o.D.
Unscharfes Datum Beginn 1526
Unscharfes Datum Ende 1533
Sprache Latein
Entstehungsort Nürnberg
Zielort Nürnberg
Gedicht? nein
Incipit Tanquam ego somniorum interpres sim
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand korrigiert
Notizen Meerwolf suchen und στανιδοσχιδης unklar
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MH
Gegengelesen von
Datumsstempel 3.09.2019
Werksigle OCEp 0051
Zitation Hessus an Camerarius, 1526-1533 ba, bearbeitet von Manuel Huth (03.09.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0051
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, De Helio Eobano Hesso, 1553
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck Bl. G5v-G6r
Fremdbrief? nein
Absender Helius Eobanus Hessus
Empfänger Joachim Camerarius I.
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum o.D.
Unscharfes Datum Beginn 1526
Unscharfes Datum Ende 1533
Sprache Latein
Entstehungsort Nürnberg
Zielort Nürnberg
Gedicht? nein
Incipit Tanquam ego somniorum interpres sim
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Datumsstempel 3.09.2019


Entstehungs- und Zielort mutmaßlich.

Hinweise zur Datierung

Aufgrund der Erwähnung der gemeinsamen Lehrtätigkeit von Camerarius in die Zeit zu datieren, die beide gemeinsam in Nürnberg verbrachten (1526-1533).

Regest

Als ob Hessus ein Traumdeuter wäre, so kämen diejenigen zu ihm, die alles, was ihnen in den Sinn käme, sofort drucken lassen müssten. Hessus hänge die Sache mittlerweile zum Halse heraus wegen Camerarius' "Brettschneider" (unbekannt; στανιδοσχίδης), um eine abgeschmackte Bezeichnung für einen abgeschmackten Schriftsteller zu verwenden. Was sei das denn für ein "Haarentferner" (depilator) und für "halblateinische Schminke" (fucus semilatinus)? Kenne Camerarius ihn etwa persönlich? Hessus schicke Camerarius die Miscellanea dieses Mannes, damit sie Camerarius einsehen könne, wenn er sie nicht viel lieber (gleich ab)urteilen wolle. Hessus habe sich entschlossen, hier die Rolle eines Kopfes ohne Zunge zu spielen, und dennoch möge ihm Camerarius bitte einen Ratschlag geben, wie er diesen lästigen Störenfried ertragen solle. Hessus müsse an seine eigenen Verse denken: Wer könne es ertragen? Und wie sollte er es ertragen? Wer lache noch nicht darüber, dass alle Schulen voller Grammatiker seien?

(Ironie:) Aber sie (Hessus und Camerarius) lehrten nichts, weder Grammatik noch Rhetorik noch Dichtkunst noch Geschickte noch Theologie, überhaupt, weder Latein noch Griechisch, wenn die Träumereien jenes Mannes Erfolg hätten. Und wozu habe man sie (Hessus und Camerarius) dann überhaupt (nach Nürnberg) herholen müssen, (Verse:) wo doch in diesen Mauern Götter derart präsent seien, dass man glauben könnte, hier sei Minerva geboren.

Dies schreibe er nicht, um diesem Gelehrten mangelnde Sorgfalt zu unterstellen, wer auch immer es sei, sondern weil es ihm nicht nötig scheine, immer und immer wieder etwas herauszugeben, das teilweise schon so verbreitet, teilweise lächerlich sei. Aber er wolle die Meinung des Camerarius abwarten.

(Es folgen Verse:) Könne man etwa auch hier an den Wegkreuzungen als neuer Autor gelten, ohne den die Schulen bloß leere Träume seien? Wo aber seien "die Wurst und der Meerwolf"? Lebewohl.

(Manuel Huth)