Niger an Camerarius, vor dem 05.06.1555 a

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
Wechseln zu: Navigation, Suche


Chronologisch vorhergehende Briefe
Briefe mit demselben Datum
Chronologisch folgende Briefe
 Briefdatum
Niger an Camerarius, 12.02.155412 Februar 1554 JL
Niger an Camerarius, 21.12.155321 Dezember 1553 JL
Niger an Camerarius, 12.11.154712 November 1547 JL
 Briefdatum
Niger an Camerarius, vor dem 05.06.15555 Juni 1555 JL

kein passender Brief gefunden

Werksigle OCEp 0360
Zitation Niger an Camerarius, vor dem 05.06.1555 a, bearbeitet von Ulrich Schlegelmilch, Michael Pöschmann und Anne Kram (03.03.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0360
Besitzende Institution Erlangen, UB
Signatur, Blatt/Seite Trew, Niger Nr. 27
Ausreifungsgrad Original
Erstdruck in Camerarius, Epistolae doctorum, 1568
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck Bl. D4v-D5r
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Antonius Niger
Empfänger Joachim Camerarius I.
Datum
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum o.D.; s. Hinweise zur Datierung
Unscharfes Datum Beginn
Unscharfes Datum Ende 1555-06-05
Sprache Latein
Entstehungsort o.O.
Zielort o.O.
Gedicht? ja
Incipit En blanda Zephyrus salutat aura
Link zur Handschrift http://digital.bib-bvb.de/R/?func=collections&collection id=2397&local base=UBE
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register Redaktionelle Überarbeitung; Briefe/Briefgedichte; Briefe/Parallelüberlieferung
Handschrift gesehen
Bearbeitungsstand validiert
Notizen
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:US; Benutzer:HIWI4; Benutzer:AK
Gegengelesen von Benutzer:MH; Benutzer:US
Datumsstempel 3.03.2020
Werksigle OCEp 0360
Zitation Niger an Camerarius, vor dem 05.06.1555 a, bearbeitet von Ulrich Schlegelmilch, Michael Pöschmann und Anne Kram (03.03.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0360
Besitzende Institution Erlangen, UB
Signatur, Blatt/Seite Trew, Niger Nr. 27
Ausreifungsgrad Original
Erstdruck in Camerarius, Epistolae doctorum, 1568
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck Bl. D4v-D5r
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Antonius Niger
Empfänger Joachim Camerarius I.
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum o.D.; s. Hinweise zur Datierung
Unscharfes Datum Ende 1555-06-05
Sprache Latein
Entstehungsort o.O.
Zielort o.O.
Gedicht? ja
Incipit En blanda Zephyrus salutat aura
Link zur Handschrift http://digital.bib-bvb.de/R/?func=collections&collection id=2397&local base=UBE
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Register Redaktionelle Überarbeitung; Briefe/Briefgedichte; Briefe/Parallelüberlieferung
Datumsstempel 3.03.2020


Starke redaktionelle Eingriffe des Camerarius im Original.

Hinweise zur Datierung

Terminus ante quem ist der Tod Nigers am 05.06.1555.

Regest

Briefgedicht mit 35 Versen im Phaläkischen Hendekasyllabus.

Mit frischer Luft grüßt der Zephyr die Länder und befreit die verfallenen Felder, die von Schnee bedeckt, von Frost umschnürt und rau vom Reif sind. Er erhebt sich im Westen und kommt mit erweichender Wärme über die Ebenen. Nun lachen die Wiesen in bunten Farben, es wachsen die Blumen mit verschiedensten Blüten und schießen empor (plumescuntque comis), die Wälder sind hübsch und die Haine werden reich und zeigen ihren Schmuck. Mit sachtem Flüstern plätschern die Flüsse und die Vögel singen ein Frühlingslied.

Nun erfreut sich der Wanderer der angenehmen Luft und glücklich genießt er die weiten Fluren. Die gleiche Verzückung und der gleiche Ansporn treibt uns, die Felder und grünen Täler zu sehen. Andere Wohnstätten muss ich nun aufsuchen, anders geartete Städte und Orte. Warum? Wer immer in den gleichen Ländern, Städten, Inseln und Gastmählern vor sich hin lebt, um wie viel unterscheidet der sich von einem Felsen im Meer, der von Schwämmen übersät sein Dasein fristet? Bald sehen wir den heimischen Rhein, bald den Tiber an den Küsten Italiens. Schon erblicken wir den Nil, der die Erde benetzt, das Land der Isis und des bellenden Gottes (Anubis). Bald folgen wir den rauen Stränden der Skythen, bald streife ich zu den Weihrauch sammelnden Sabäern, bald begehre ich das entlegene Thule zu besuchen nach dem Vorbild des über Meer und Länder umherirrenden Ulixes, das der weise Dichter (=Homer) in seiner Geschichte treffend darstellte. Deshalb wächst in mir die Begierde, einen anderen Weg einzuschlagen, und mit Gottes Gunst (mir) neue Wohnsitze zu erwählen.

(Michael Pöschmann)

Literatur und weiterführende Links