Tutorial anonymus translators (en): Unterschied zwischen den Versionen
Aus Kallimachos
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| Zeile 20: | Zeile 20: | ||
# a normalized orthographic text made for stylometry (e.g. as a simple text file) | # a normalized orthographic text made for stylometry (e.g. as a simple text file) | ||
=Processing | =Text Processing= | ||
== Aufbereitung der Texte für die vergleichende Analyse== | == Aufbereitung der Texte für die vergleichende Analyse== | ||
Die zitierbare Textform (3) ist für die Stilometrie noch nicht nutzbar, ist aber für viele andere wissenschaftliche Zwecke sehr nützlich. Um Texte stilistisch vergleichen zu können, müssen sie freilich erst vergleichbar gemacht werden. Im Bereich mittellateinischer Editionen sind Zeichensetzung und Orthographie großen Hürden für die Vergleichbarkeit, denn die Zeichensetzung richtet sich nach den nationalen Gepflogenheiten des Herausgebers (deutsche, französische, englische etc.) und sagt kaum etwas über den Autor aus. Die Orthographie wiederum reicht von weitgehend klassizisierten Ausgaben (z.B. Avicenna Latinus) bis zur buchstabengetreuen Wiedergabe der Orthographie einer einzigen mittelalterlichen Handschrift. Diese Hürden lassen sich dadurch nehmen, dass alle Satzzeichen (Punkte, Kommata etc.) radikal entfernt, alle Großbuchstaben in Kleinbuchstaben getauscht und schließlich die Orthographie klassizisiert wird. Die orthographische Klassizisierung ist ein schmerzlicher Schritt für den Mittelalterforscher, aber es gibt keine bessere Alternative. Als erster Schritt ist es zum Beispiel hilfreich, alle Buchstaben v durch u zu ersetzen sowie j durch i. | Die zitierbare Textform (3) ist für die Stilometrie noch nicht nutzbar, ist aber für viele andere wissenschaftliche Zwecke sehr nützlich. Um Texte stilistisch vergleichen zu können, müssen sie freilich erst vergleichbar gemacht werden. Im Bereich mittellateinischer Editionen sind Zeichensetzung und Orthographie großen Hürden für die Vergleichbarkeit, denn die Zeichensetzung richtet sich nach den nationalen Gepflogenheiten des Herausgebers (deutsche, französische, englische etc.) und sagt kaum etwas über den Autor aus. Die Orthographie wiederum reicht von weitgehend klassizisierten Ausgaben (z.B. Avicenna Latinus) bis zur buchstabengetreuen Wiedergabe der Orthographie einer einzigen mittelalterlichen Handschrift. Diese Hürden lassen sich dadurch nehmen, dass alle Satzzeichen (Punkte, Kommata etc.) radikal entfernt, alle Großbuchstaben in Kleinbuchstaben getauscht und schließlich die Orthographie klassizisiert wird. Die orthographische Klassizisierung ist ein schmerzlicher Schritt für den Mittelalterforscher, aber es gibt keine bessere Alternative. Als erster Schritt ist es zum Beispiel hilfreich, alle Buchstaben v durch u zu ersetzen sowie j durch i. | ||