Tutorial anonymus translators (en): Unterschied zwischen den Versionen
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Für die stilometrische Analyse sollten mindestens 95% der Wörter von den Referenzlexika als korrektes Latein erkannt werden. 100% bleibt dabei natürlich das eigentliche Ziel. Um die Korrektur der lateinischen Texte zu vereinfachen, lohnt sich die Programmierung einfacher Vergleichs- und Eingabemasken, die es einem Bearbeiter erlauben, ein nicht erkanntes Wort mit dem Ursprungs-Scan zu vergleichen und den korrekten Text gleich einzutippen. Außerdem ist es hilfreich, die verwendeten Wörterbücher durch eigene Wortlisten zu erweitern, um auch spezifisches Vokabular der arabisch-lateinischen Übersetzungsliteratur sowie der jeweiligen Wissenschaftsdisziplin abzudecken und entsprechend orthographisch zu normalisieren. | Für die stilometrische Analyse sollten mindestens 95% der Wörter von den Referenzlexika als korrektes Latein erkannt werden. 100% bleibt dabei natürlich das eigentliche Ziel. Um die Korrektur der lateinischen Texte zu vereinfachen, lohnt sich die Programmierung einfacher Vergleichs- und Eingabemasken, die es einem Bearbeiter erlauben, ein nicht erkanntes Wort mit dem Ursprungs-Scan zu vergleichen und den korrekten Text gleich einzutippen. Außerdem ist es hilfreich, die verwendeten Wörterbücher durch eigene Wortlisten zu erweitern, um auch spezifisches Vokabular der arabisch-lateinischen Übersetzungsliteratur sowie der jeweiligen Wissenschaftsdisziplin abzudecken und entsprechend orthographisch zu normalisieren. | ||
= | =Analysis= | ||
== | == Analysis== | ||
Liegen die Texte des Korpus in derart bereinigten txt-Formaten vor, kann die eigentliche stilometrische Arbeit beginnen. Die Dateien mit den Übersetzungen lassen sich in verschiedene Gruppen sortieren: diejenigen mit unbekannten und diejenigen mit bekannten Übersetzern. Dabei sollte unbedingt der neueste Forschungsstand berücksichtigt werden. Im Zweifelsfall sollte eine Übersetzung lieber als „anonym“ gekennzeichnet werden. In unseren Studien haben wir nur die eindeutigen Übersetzerzuschreibungen, die sich in den Incipits und Kolophonen der Handschriften finden, als verlässlich akzeptiert und alle anderen Texte als anonyme Übersetzungen gekennzeichnet. | Liegen die Texte des Korpus in derart bereinigten txt-Formaten vor, kann die eigentliche stilometrische Arbeit beginnen. Die Dateien mit den Übersetzungen lassen sich in verschiedene Gruppen sortieren: diejenigen mit unbekannten und diejenigen mit bekannten Übersetzern. Dabei sollte unbedingt der neueste Forschungsstand berücksichtigt werden. Im Zweifelsfall sollte eine Übersetzung lieber als „anonym“ gekennzeichnet werden. In unseren Studien haben wir nur die eindeutigen Übersetzerzuschreibungen, die sich in den Incipits und Kolophonen der Handschriften finden, als verlässlich akzeptiert und alle anderen Texte als anonyme Übersetzungen gekennzeichnet. | ||
Dieses Korpus lässt sich nun auf (mindestens) zwei verschiedene Weisen stilometrisch analysieren: Erstens im Hinblick auf ausschließlich von einem bekannten Übersetzer verwendete Wörter und zweitens computergestützt im Hinblick auf die (100, 200 o.ä.) häufigsten Wörter eines Textes. Die erste Methode wurde in Würzburg entwickelt, die zweite basiert auf dem sogenannten ''Burrows Delta'' (Burrows 2002): | Dieses Korpus lässt sich nun auf (mindestens) zwei verschiedene Weisen stilometrisch analysieren: Erstens im Hinblick auf ausschließlich von einem bekannten Übersetzer verwendete Wörter und zweitens computergestützt im Hinblick auf die (100, 200 o.ä.) häufigsten Wörter eines Textes. Die erste Methode wurde in Würzburg entwickelt, die zweite basiert auf dem sogenannten ''Burrows Delta'' (Burrows 2002): | ||