Narragonien: Unterschied zwischen den Versionen
Aus Kallimachos
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
|||
| Zeile 11: | Zeile 11: | ||
</div> | </div> | ||
--> | --> | ||
[[File:NarrenschiffTitle.png|600px|center]] | [[File:NarrenschiffTitle.png|600px|center]] | ||
<br clear=all> | <br clear=all> | ||
==Narragonien digital== | ==Narragonien digital== | ||
Das 1.10.2014 im Rahmen von „Kallimachos“ gestartete Projekt „Narragonien digital“ will die Textualität, Medialität und Überlieferungsgeschichte des ‚Narrenschiffs‘ in einer digitalen Edition abbilden. Die geplante synoptische Präsentation in der Online-Edition zielt darauf ab, das komplexe Seitenlayout der Narrenbücher in seiner Intermedialität zu veranschaulichen, die historischen Text-, Bild- und Layouttransformationen zu dokumentieren und die geschichtliche Eigenbewegung des 'Narrenschiffs | Das 1.10.2014 im Rahmen von „Kallimachos“ gestartete Projekt „Narragonien digital“ will die Textualität, Medialität und Überlieferungsgeschichte des ‚Narrenschiffs‘ in einer digitalen Edition abbilden. Die geplante synoptische Präsentation in der Online-Edition zielt darauf ab, das komplexe Seitenlayout der Narrenbücher in seiner Intermedialität zu veranschaulichen, die historischen Text-, Bild- und Layouttransformationen zu dokumentieren und die geschichtliche Eigenbewegung des 'Narrenschiffs' im 15. Jahrhundert kommentierend zu erläutern. | ||
| Zeile 28: | Zeile 27: | ||
Das 'Narrenschiff' ist zudem ein prominentes Beispiel für „Intermedialität um 1500“. Brant und Bergmann von Olpe wussten die gestalterischen Möglichkeiten des Buchdrucks zu nutzen: Die 109 Narrenkapitel, die jeweils zwei bzw. vier Seiten einnehmen, folgen einem Grundlayout, das jeweils Mottoverse, Holzschnitt, Überschrift, Spruchgedicht und Bordüren einander zuordnet. Das Ergebnis ist, durchaus im Wortsinn, ein „Narrenspiegel“ (Vorrede v. 31): Im aufgeschlagenen Buch kann der Leser in Bild und Text erkennen, welcher Narr er ist. Das 'Narrenschiff' präsentiert sich insofern als ein „Bildbuch“ (J. Knape), das – als Vorläufer der Emblematik – seine Aussage durch die Kombination verschiedener Medien vermittelt. Diese konstitutive Intermedialität empfiehlt das ‚Narrenschiff‘ für eine digitale Edition, die der ambitionierten Buchgestaltung und ihrer überlieferungsgeschichtlichen „Beweglichkeit“ Rechnung trägt. | Das 'Narrenschiff' ist zudem ein prominentes Beispiel für „Intermedialität um 1500“. Brant und Bergmann von Olpe wussten die gestalterischen Möglichkeiten des Buchdrucks zu nutzen: Die 109 Narrenkapitel, die jeweils zwei bzw. vier Seiten einnehmen, folgen einem Grundlayout, das jeweils Mottoverse, Holzschnitt, Überschrift, Spruchgedicht und Bordüren einander zuordnet. Das Ergebnis ist, durchaus im Wortsinn, ein „Narrenspiegel“ (Vorrede v. 31): Im aufgeschlagenen Buch kann der Leser in Bild und Text erkennen, welcher Narr er ist. Das 'Narrenschiff' präsentiert sich insofern als ein „Bildbuch“ (J. Knape), das – als Vorläufer der Emblematik – seine Aussage durch die Kombination verschiedener Medien vermittelt. Diese konstitutive Intermedialität empfiehlt das ‚Narrenschiff‘ für eine digitale Edition, die der ambitionierten Buchgestaltung und ihrer überlieferungsgeschichtlichen „Beweglichkeit“ Rechnung trägt. | ||
<br clear=all> | <br clear=all> | ||
=Korpus= | =Korpus= | ||
==Ausgaben des Narrenschiffs== | ==Ausgaben des Narrenschiffs== | ||
| Zeile 35: | Zeile 34: | ||
[[File:Collage.png|600px|center]] | [[File:Collage.png|600px|center]] | ||
<br clear=all> | <br clear=all> | ||
==Die Werke im Einzelnen:== | ==Die Werke im Einzelnen:== | ||
- Signatur + Beschreibung (+Bild?) | - Signatur + Beschreibung (+Bild?) | ||
Version vom 11. November 2015, 16:39 Uhr
__NOTITLE__