Der oder das Elsaß? Das oder der Breisgau

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Buch Matthias (1929): Sprachleben und Sprachschäden. Ein Führer durch die Schwankungen und Schwierigkeiten des deutschen Sprachgebrauchs.
Seitenzahlen 40 - 41
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Unsicherheit

In diesem Kapitel behandelte Zweifelsfälle

Behandelter Zweifelfall:

Eigennamen: Genusvarianz

Genannte Bezugsinstanzen: Alt, Sprachverlauf, Goethe - Johann Wolfgang, Gegenwärtig, Steub - Ludwig, Sportsprache, Ursprünglich
Text

Merkwürdig, dem Deutschen, für den sonst das Geschlecht der Ländernamen fest und sicher ist, schwankt in dieser Beziehung nur das ehemalige deutsche Reichsland Elsaß, gerade wie es in der Geschichte zwischen West und Ost geschwankt hat; aber das ursprüngliche Neutrum, das bis auf Goethe allein herrschte, verdient vor der heute ziemlich üblichen männlichen Form entschieden den Vorzug. — Auch bei den mit Gau zusammengesetzten Landschaftsnamen: Allgäu, Breis-, Prinz-, Pon-, Rheingau ist das Neutrum das alte und fortgeerbt aus der Zeit her, wo Gau selbst noch durchaus Neutrum war. Das $Seite 41$ heutige Sprachgefühl, das dieses Wort nur in der erst reichlich hundert Jahre alten männlichen Form kennt, ist natürlich versucht, diesem Maskulinum auch jenen Namen anzugleichen, wie dieses ja allein berechtigt ist für die Bezeichnung der turnerischen Gauverbände und der künstlich geschaffenen Landschaftsbezeichnungen, wie z. B. den — von L. Steub so getauften — Chiemgau.


Zweifelsfall

Eigennamen: Genusvarianz

Beispiel
Bezugsinstanz alt, Sprachverlauf, Goethe - Johann Wolfgang, gegenwärtig, Steub - Ludwig, Sportsprache, ursprünglich
Bewertung
Intertextueller Bezug